05.04.2016, 13:08 Uhr

Alkoholverbot: Auch heuer bringt's nix

"Nachgeschenkt"– von Agnes Czingulszki

NACHGESCHENKT

Es ist die Zeit gekommen, in der Flip-Flops aus Schränken gefischt und Wintermäntel verstaut werden. Es ist die Zeit, in der Menükarten mit der Aufschrift "Spargelfrühling" durch die Gegend wehen und Tische in den engsten Innenstadtgassen auftauchen. Man macht es sich gemütlich im Freien. Obwohl die Diskussion über das Alkoholverbot lange vom Tisch ist, müssen wir uns eben in dieser Zeit wieder bewusst machen, was es bedeutet: Eine Maßnahme, die die Bewohner in Kategorien teilt. In jene, die sich "Gastgärten-Bierchen" leisten können und in andere, die das nicht können. Schön wäre es, wenn man das Problem der Obdachlosigkeit – auf das das Verbot abzielt – auf einen Streich (z. B. mit Alkoholverbot) lösen könnte. Geht aber nicht. Und auch das "Stadtbild" wird es nicht verändern: Jetzt sitzen die "Sandler" halt eine Stunde am Bozner Platz, bevor sie wieder in der Fußgängerzone auftauchen.
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