03.05.2016, 09:54 Uhr

Ausstellung „Kontinuität und Wandel“

v. li.: Eröffnung der Jubiläumsausstellung 40 Jahre SOG im Salzlager Hall mit Nikolaus Juen (Vorsitzender des Sachverständigenbeirats), LTP Herwig van Staa, LR Johannes Tratter, Christoph Hölz (stv. Leiter des Archivs für Baukunst an der Universität Innsbruck) und Halls Vizebürgermeister Werner Nuding. (Foto: Land Tirol)

In Hall i. T. ist derzeit die Ausstellung "Kontinuität im Wandel" geöffnet. Das Thema ist 40 Jahre Stadt- und Ortsbildschutz in Tirol. Geöffnet täglich von 10:00 bis 17:00.

TIROL/HALL. Die Ausstellung „Kontinuität und Wandel“ - 40 Jahre Stadt- und Ortsbildschutz läuft vom 1. Mai bis 18. Mai und ist der Beginn einer Wanderausstellung. Ab Juni werden die Exponate auch in anderen Gemeinden zu sehen sein.

Stadt- und Ortsbildschutzgesetz (SOG) in Tirol

Im Jahr 1976 hat die damalige Tiroler Landesregierung das Stadt- und Ortsbildschutzgesetz (SOG) veranlasst. Mit diesem Gesetz soll kulturelles Erbe gesichert werden und das Land vor dem Verlust wertvoller Gebäude bewahrt werden. Gleichzeitig wird so bewahrt, was das Erscheinungsbild der Tiroler Städte und Gemeinden prägt. Das SOG wird in jeder Gemeinde bei jedem Projekt verfolgt. „Als das Stadt- und Ortsbildschutzgesetz realisiert wurde, konnte kaum jemand ahnen, welch richtungsweisende Bedeutung es im Verlauf von mittlerweile vier Jahrzehnten erlangen würde. Am Beispiel der Stadt Hall, die man sicher als eine Perle des engagierten Stadt- und Ortsbildschutzes in Tirol bezeichnen kann und anhand der aktuellen Ausstellung lässt sich unschwer erkennen, was dieses Gesetz in der Praxis bringt.“, so LR Johannes Tratter.

Land und Gemeinden fördern aktiv

Das Stadt- und Ortsbildschutzgesetz unterstützt auch mit Förderungen. Oft wäre es zwar günstiger etwas neu zu bauen als historisch adäquat zu sanieren. "Hier schafft die Förderung der Gemeinde an den Eigentümer einen echten Anreiz. Sie orientiert sich an den durch die Vorgaben des SOG entstandenen Mehrkosten. Auch die professionelle Beratung und Unterstützung wird sehr gut angenommen.“, so die Haller Bürgermeisterin Eva Maria Posch. Auch das Land unterstützt hier die Gemeinden mit der Rückzahlung der Förderungen in der Nähe von 50 bis 75 Prozent.

In Tirol gibt es 20 Schutzzonen gemäß SOG

In Tirol gibt es 20 sogenannte Schutzzonen, die Altstädte, gründerzeitliche Viertel und dörflich geprägte Ortskerne umfassen. Das SOG ergänzt somit in seinem Bestreben, wertvolles (bau)kulturelles Erbe für nachkommende Generationen zu sichern, wirksam den Denkmalschutz einzelner Gebäude, der auf Basis eines Bundesgesetzes erfolgt.

Ausstellung - Kontinuität und Wandel - Stadt- und Ortsbildschutz in Tirol 1976 bis 2016

Wann und Wo: 1. bis 18. Mai, Salzlager Hall, Saline 18
Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 - 17:00 Uhr
Der 1982 in Hall in Tirol geborene Architekturfotograf David Schreyer wurde mit der Dokumentation aller in der Ausstellung gezeigten Gebäude beauftragt. Das hat er jenseits der üblichen Sehgewohnheiten getan und sagt dazu: „Als fotografierender Architekt interpretiere ich die von Architekturschaffenden erdachten Räume. Wissen über Raum und Licht sind die Grundlagen meiner Arbeit. Vor Ort forsche ich am Objekt, versuche tagtägliche Abläufe, äußere Umstände und die Haltung des Architekturschaffenden zu verstehen. Um all dies mit Hilfe von fotografischen Werkzeugen zu verdichten. So wird das Architekturbild zu einem Ausrufezeichen für mehr Baukultur.“

Weitere Informationen

archiv-baukunst.uibk.ac.at/
www.hall-in-tirol.at/de/veranstaltungen
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