05.04.2016, 12:34 Uhr

Georg Willi zur Demonstration in Mühlau: "Das darf sich nicht wiederholen"

Georg Willi in einer Aussendung (Foto: Tiroler Grünen)

„Identitäre“ bei Demonstration gegen Flüchtlingsunterbringung. Willi an Liste Fritz, FPÖ und AAB-Stadtteil-Vertreter: „Das darf sich nicht wiederholen“ – Die Stellungnahme der Grünen im Wortlaut.

„Die Demonstration am Samstag in Arzl gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in der Traglufthalle hinterlässt bei mir einen sehr bitteren Nachgeschmack. Wie weit sind wir gekommen, wenn Vertreter von Landtagsparteien – konkret der Liste Fritz, der FPÖ aowie Vertreter der AAB-Ortsgruppe Arzl - gemeinsam mit rechtsextremen 'Identitären' Stimmung gegen eine konkrete Form der Flüchtlingsunterbringung machen?“, fragt sich heute der grüne Landessprecher Georg Willi.

„In den Reihen der 'Identitären', von denen Anhänger in Arzl mitdemonstriert haben, finden sich laut österreichischem Verfassungsschutz 'amtsbekannte Neonazis'. Das niedersächsische Innenministerium führt sie als 'aktivistische Gemeinschaft des europäischen Rechtsextremismus'. Der Berliner Verfassungsschutz führt sie in einer Analyse über 'rechtsextremistische Aktivitäten gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Berlin' als 'deutschlandweit organisiertes islam- und fremdenfeindliches Netzwerk'. Mit solchen Leuten gemeinsam zu demonstrieren, geht einfach nicht!“ erwartet sich Willi eine Abgrenzung.

„Solche untragbaren Allianzen dürfen sich nicht wiederholen – schon gar nicht angemeldet und zugesagt. Menschen auf der Flucht zu helfen, ist eine menschenrechtliche Pflicht. Unterschiedliche Meinungen über die richtige Art der Flüchtlingsunterbringung müssen mit zivilisierten Mitteln gelöst werden. Da ist der fremdenfeindliche Geist der Identitären wie Gift, das unsere aufgeklärte Gesellschaft spalten will. Dieser Geist hat mit dem Auftritt der Identitären, der von der Führung der IG Arzl sogar begrüßt wurde und von Fritz Dinkhauser, Markus Abwerzger und Franz Gruber unkritisiert akzeptiert wurde, Einzug gehalten. Dem muss jetzt entschieden Einhalt geboten werden“, appelliert Willi an das Verantwortungsbewusstsein.

"Offener Brief"-Pingpong zwischen Bürgern, Identitären und den Grünen (kronologisch)

Antwort IG Arzl
Brief eines besorgten Bürgers
Antwort Gebi Mair
Antwort (Ingrid Felipe)
Stellungnahme der Identitären zum Brief von Georg Willi
Antwort der IG Arzl (bezieht sich auf den Brief von Ingrid Felipe)
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