31.03.2016, 15:16 Uhr

Integrationshaus neu – Siegerprojekt wurde gekürt

Von links: Georg Schärmer (Caritas-Direktor, Tirol), die "beaufort"-Architekten Michael Smoly und Florian Lamprecht, bzw. der für Bau verantwortliche StR Gerhard Fritz

In der Gumppstraße wird es bald laut: Das alte Integrationshaus wird abgerissen, ein neues, modernes wird entstehen.

INNSBRUCK. "Ein verlängertes Wohnzimmer" und "eine Insel der Intergration" will das zukünftige Integrationshaus in der Gumppstraße werden. Das Caritas-Projekt "Integrationshaus" läuft schon seit 17 Jahren und bietet Unterkünfte für in Not geratene Menschen. Das Haus selbst ist in die Jahre gekommen und entspricht seit geraumer Zeit nicht mehr den bau- und feuerpolizeilichen Bestimmungen. Auch die Stadt Innsbruck unterstützt das neue Projekt.


Abriss im Sommer

Ab Mai wird das 1.700 qm große Gebäude abgerissen und statt dessen entsteht ein zirka 7.000 qm großes Gebäude. Wie schon das alte Haus, soll auch das neue Haus Wohneinheiten beinhalten. Insgesamt 65 Wohnungen entstehen hier, die Menschen in Nostituation oder auf Flucht beziehen können. Auch werden zirka acht Krisenwohnungen eingerichtet. Projekte, wie der Dinner Club oder die Lernhilfe für Kinder wird im neuen Gebäude weitergeführt.


Viele Gemeinschaftsräume

Das Siegerprojekt der Firma "beaufort Architekten" zeichnete sich laut der Jury besonders wegen seinen Gemeinschaftsräumen aus. Es werden etliche Begegnungsräume entstehen, die die Möglichkeit zum gemeinsam Wohnen und gemeinsam Zusammenleben schaffen. Außerdem wird der Eingang des Gebäudes in östliche Richtung gedreht: Dadurch soll die Lautstärke, die durch Feste verursacht wurde, die Anrainer nicht mehr stören. Auch Werkstätte, Ateliers und ein interreligiöser Gebetsraum bekommen eine neue Heimat in diesem Projekt.


Noch kein genauer Baubeginn

Auf den Zeitpunkt, wann das Gebäude fertig sein soll, wollte man sich nicht festnageln. Georg Schärmer, Caritas-Direktor hingegen, ist zuversichtlich: "2018 werden wir hoffentlich die Eröffnung feiern". Auch über die Kosten hüllt man sich in Schweigen. Das Projekt soll noch weiterentwickelt und angepasst werden, außerdem soll es den Richtlinien der Wohnbauförderung entsprechen, was bedeutet, dass es eine gewisse Obergrenze gibt.


Zur Sache

Die Ausstellung der Projekte wird bis einschließlich Dienstag, 5.4.2016 in der Aula des Diözesanhauses (Riedgasse 9) zu sehen sein. Öffnungszeiten: Mo-Do 8.00-17.00, Fr. 8.00-12.00 Uhr. Mehr Infos zum Projekt finden Sie auf der Webseite des Integrationshauses.
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