25.04.2016, 09:24 Uhr

Mariedl-Kantine von Bernhard Studlar im diemonopol

Der große steirische Dramatiker Werner Schwab starb 1994 im Alter von 36 Jahren. Aus Anlass des 10-jährigen Todestages schrieb Bernhard Studlar im Auftrag von Burg-Dramaturg Andreas Beck die „Mariedl-Kantine“. Studlar greift in seiner Hommage auf Werner Schwabs berühmtestes Theaterstück, „Die Präsidentinnen“, zurück: "Wir sind in die Welt gevögelt und können nicht fliegen."

In Studlars „Mariedl-Kantine“ warten alte und junge Schauspielerinnen in der Theaterkantine auf bessere Zeiten. Jede der Schauspielerinnen versinnbildlicht Werner Schwabs Mariedl aus den „Präsidentinnen“. Nach dem alten Kinderspiel „Die Reise nach Jerusalem“ kämpfen sie um den Thron der „Miss Mariedl“. Eigenartige Lautsprecherdurchsagen und das immer gleiche Speisenangebot rhythmisieren den Kantinenalltag. Unter den Mariedln herrscht Krieg, sie empören sich über die Regierung, beschimpfen einander, wettern gegen Gott und die Welt und erinnern sich an ihre goldenen Schauspielerinnenzeiten. Schließlich muss der Koch dran glauben, weil er sich der Jungfrau Mariedl näherte, die aber dann doch „unbefleckt“ Mariedl-Nachwuchs gebären wird.
In der absurd-komischen Gesellschaftssatire scheinen einfachste soziale Kontakte unmöglich. Aktuelle politische Themen wie Aggression gegen Ausländer, Abschiebung sogar nach dem Tod, religiöse Scheinheiligkeit, die einen Mord rechtfertigt, die Leberkäsernährungsgesellschaft … alle diese Probleme werden überschattet von der Sehnsucht nach dem Glück.

Es spielen: Anja Gatterer, Monika Haslauer, Ulrike Havlena, Barbara Hechenleitner, Walter Herrnegger, Gigi Schneider, Romana Vill Regie: Andrea Hügli Leitung: Gertraud Kopp Ausstattung: Nikolaus Granbacher

PREMIERE am 24. Mai um 20 Uhr
Abendvorstellungen: FR. 27., MO 30. 5., MI 1. und DO 2.6. um 20 Uhr
Vorabendvorstellungen: DO 26. und SO 29. 5. um 18 Uhr

Ort: diemonopol
Egger-Lienz-Str. 20 6020 Innsbruck
Kartenvorbestellung:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at Tel: 0664/ 2425 993
www.diemonopol.net
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