13.04.2016, 14:48 Uhr

MINI MED: Neue Ansätze in der Behandlung von Hörstörungen

Anita Plangger mit Schwiegermutter Renate waren zum ersten Mal bei Mini Med.

Beim MINI MED Studium am Dienstag ging es um Neuigkeiten aus der Forschung und Praxis von Hörhilfen bis hin zur Demenzprävention.

Gerade bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr wird die Hörfähigkeit zunehmend schlechter. Oft sind es nur einige Laute, die man schlechter wahrnehmen kann, manchmal jedoch tut man sich schwer einem anderen Menschen im Gespräch zu folgen, wenn viel Hintergrundgeräusche vorherrschen. Patrick Zorowka, Direktor der Universitätsklinik für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen: "In den letzen Jahren hat sich in der Forschung diesbezüglich sehr viel getan – es gibt immer bessere Techniken, um Schwerhörigkeit zu behandeln." Werden Hörstörungen frühzeitig bemerkt, dann fürht kein Weg an einer umfassenden Diagnostik beim Facharzt für Hals-, Nasen- und OHrenerkrankung vorbei. Mit umfangreichen Hörtests kann der Hörverlust exakt bestimmt und die Auswahl einer passenden Hörhilfe erleichtert werden.

Verschiedenste Ursachen

Ursachen für schlechteres Hören reichen dabei von dauerhafter Lärmbelastung über viele Jahre, über Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen bis hin zu Erkrankungen, wie etwa Ohrinfektionen.
Eine weitere sehr häufige Hörstörung ist der Tinnitus, an dem rund 100.000 Österreicher leiden. Dabei leiden die Betroffenen unter einem Ohrgeräusch, wie Klingeln, Zischen oder Rauschen – eine direkte Ursache lässt sich jedoch in vielen Fällen nicht feststellen. Eine Linderung bis hin zur Heilung ist aber möglich. Cortison, durchblutungsfördernde Infusionen oder auch hyper-bare Sauerstofftherapie sind einige der möglichen Behandlungsarten. Bei einem chronischen Tinnitus helfen individuell angepasste Hörgeräte, mit dem das Hören wesentlich verbessert werden kann.

Zur Sache

Hörstörungen sollten auf keinen Fall einfach hingenommen werden. Studien zeigen nämlich, dass beispielsweise das Risiko für Demenz bei hochgradigemHörverlust um das Fünffache erhöht ist. Zurzeit laufen Untersuchungen, ob eine frühzeitige Verordnung einer entsprechenden Hörhilfe die Demenz hinauszögern oder sogar vermeiden kann.
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