07.04.2016, 09:40 Uhr

MiniMed: Fettleibigkeit und Diabetes

Das gutgelaunte MiniMed-Team am Empfang (v.l.): Elias Schröder, Maria Nagiller, Carina Fischer und Peter Pescoller.

Der große Saal der Innsbrucker Frauen- und Kopfklinik war auch vergangenen Dienstag brechend voll.

INNSBRUCK. Vorbeugen ist besser! Das gilt auch bei Fettleibigkeit und Diabetes, lernten die Zuhörer des dieswöchigen MiniMed-Studiums. Nur bei wenigen Menschen lassen sich Adipositas (Fettleibigkeit) und Diabetes auf genetische Ursachen zurückführen. In vielen Fällen ist ein ungesunder Lebensstil der Auslöser dafür, dass im Körper zu wenig Insulin zum Zuckerabbau produziert wird. "Ein ungünstiger Lebensstil mit zucker- und fettreicher Ernährung, wenig Bewegung und Rauchen erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes maßgeblich", erklärte Dr. Monika Lechleitner, Leiterin der Internen Abteilung der LKH Hochzirl, bei der Vortragsreihe am Dienstagabend. Dass das Essen einem Spaß macht, ist nicht das Problem. Der Haken ist meistens bei der Dosierung: Der Anteil von Zucker und Kochsalz ist heutzutage in den meisten Speisen zu hoch. Lechleitner stellte außerdem die möglichen Behandlungen vor: In einzelnen Fällen helfen Medikamente bei der Abnahme, in extremen Fällen (bei einem Körpergewicht von über 250-300 kg) ist oft eine operative Therapie von Nöten. Dabei wird der Darm verkleinert. "Das ist jedoch ein sehr invasiver Eingriff und nur in äußersten Fällen anzuwenden", warnt Lechleitner.

Zur Sache

"Schon die Abnahme von 2-3 kg macht sich bei einem Typ-2-Diabetiker positiv bemerkbar", erklärt die Internistin. Sie empfiehlt eine "mediterrane Ernährungsart" (viel Fisch, Olivenöl, Gemüse, Obst, Nüsse) und dreimal die Woche 40-45 Minuten Ausdauertraining. "Dadurch verliert man zirka 1 kg im Monat. Es mag sich als wenig anhören, dafür hat man aber keinen Jojo-Effekt (die Wiederzunahmen, die nach schnellem Fettabbau der Fall ist – Anm. d. Red.)" Diabetes kann schlimme Nebenwirkungen mit sich bringen: u.a. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-, orthopädische oder psychosoziale Probleme. "Mit der richtigen Behandlung kann man auch mit Diabetes ein hohes Alter erreichen", beruhigt Lechleitner zum Schluss.
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