06.04.2016, 06:30 Uhr

"Moizeit" – Tiroler Essen für Flüchtlinge in Tirol

Die TSD bemühen sich, die Anzahl der "apetito"-Produkte zu verringern.

Konstruktive Ansätze nach STADTBLATT-Kritik: TSD verhandeln mit heimischen Lebensmittelbetrieben.

INNSBRUCK. Etwa zehn Prozent der Flüchtlinge in Tirol – immerhin 500 Personen – werden mit Fertigessen aus Norddeutschland verköstigt. Wie das STADTBLATT berichtet hatte, wird dieses über 1.300 km durch Europa gekarrt. Die TSD ergreifen nun die Initiative: In Zukunft soll das Essen aus heimischen Betrieben kommen. "Unsere Devise lautet eigentlich, dass alle Flüchtlingsheime auf Selbstversorgung umgestellt werden", erklärt Georg Mackner, Pressesprecher der TSD, gegenüber dem STADTBLATT.


Tennishalle sperrt zu

Das zurzeit größte Heim, das durch die deutsche Firma "apetito" versorgt wird – die ehemalige Tennishalle am Paschbergweg – sperrt am 15. April endgültig zu. Das andere Vollversorgerheim, das Heim am Hofgarten, wird aber allerdings – entgegen den ursprünglichen Plänen – bis auf weiteres bleiben. "Es ist nicht unser Ansinnen, dass wir nicht regional einkaufen. Es wird sich mittelfristig aber nicht bewerkstelligen lassen, auf Zulieferungen von 'apetito' – wegen ihrer Flexibilität – gänzlich zu verzichten. Wir bemühen uns jedenfalls, auch in dieser Hinsicht die regionale Wirtschaft zu stärken", bestätigt Mackner. Für die nächsten drei Monate ist man jedenfalls an die Firma "apetito" gebunden. Danach soll es ein Ausschreibungsverfahren geben, welches den künftigen Tiroler TSD-Partner in Sachen Verköstigung festlegt.
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