16.03.2016, 15:34 Uhr

MyInnsbruck: Jugend will Politik in Innsbruck aktiv mitgestalten

Vizebürgermeisterin Kaufmann (2.v.r.) und Projektleiterin Meier (l.) unterstützen den Jugendrat-Vorstand, Raoul Quehenberger, Marie Grunicke und Eva Werlberger (r.).

Der MyInnsbruck Jugendrat präsentierte heute seine Projekte für das Jahr 2016.

INNSBRUCK (kr). Seit Anfang des Jahres bilden Marie Grunicke, Raoul Quehenberger und Eva Werlberger den gewählten Vorstand des MyInnsbruck Jugendrats. Betreut werden die jungen InnsbruckerInnen vom Kinder- und Jugendbüro Innsbruck und deren Projektleiterin Susi Meier. „Dass sich die jungen Menschen am Leben in der Stadt beteiligen, ist selbstverständlich. In Innsbruck hat sich die Jugendbeteiligung mittlerweile etabliert, ich bin sehr zufrieden mit der guten Arbeit des Jugendrates“, erklärt der für Kinder- und Jugendförderung zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.

Vielfältige Themenpalette des MyInnsbruck Jugendrates

Der MyInnsbruck Jugendrat hat sich im Rahmen der Jugendbeteiligung im März 2014 erstmals formiert. Zehn Mitglieder im Alter von 14 bis 16 Jahren engagieren sich in politischen Themen, die die Stadt betreffen. Das Büro des Jugendrats ist in der ehemaligen Station der Hungerburgbahn am Rennweg, die kurzerhand in die „Junge Talstation“ umbenannt wurde. Die regelmäßigen Treffen – etwa alle zwei Wochen – dienen dazu, Innsbruck lebenswerter für junge Menschen zu machen. Ihre Interessensgebiete reichen von Nachhaltigkeit über Klimaschutz bis hin zu sozialen Themen, wie die Ausgrenzung von Menschen.

Befragungen und Mitgestaltung

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der Vorstand des Jugendrats seine Pläne für 2016 und blickte auf vergangene Taten zurück. BürgerInnen-Befragungen werden über das gesamte Jahr verteilt durchgeführt, 2016 soll es zum Thema Flüchtlinge eine solche geben. „Wir möchten mit den Menschen über Themen sprechen, die sie gerade bewegen“, betonen Grunicke und Werlberger. Außerdem gibt es im Gemeinderat am 17. März eine Premiere für die Vorstandsmitglieder: Sie werden in der Sitzung den MandatarInnen ihre Projekte präsentieren.

Politisch mehr bewirken können

„Die Jugendbeteiligung ist super, aber wir wollen gern mehr politisch einbezogen werden“, betont Quehenberger. So stellt er sich vor, dass die Jugend zu Themen, die sie betreffen, direkt gefragt wird und der Jugendrat auch im Bildungssausschuss teilnehmen kann. Polarisierende Themen, wie das Bettelverbot und den Umgang mit Flüchtlingen, scheuen die jungen InnsbruckerInnen nicht: Die vom Stadtsenat installierte Projektgruppe zur Evaluierung der Situation mit BettlerInnen in Innsbruck, ist für die Vorstandsmitglieder ein Schritt in die richtige Richtung. Vizebürgermeister Kaufmann nimmt das Ansinnen der Jugendlichen ernst und freut sich, dass der Bildungsausschuss die junge Generation nun verstärkt einbezieht.

Jugendbeteiligung auf breite Beine gestellt

Zu den Ideen werden im Team auch die immer möglichen Schwierigkeiten diskutiert. „Die Jugendlichen wissen inzwischen, dass alles gut durchdacht werden muss“, erklärt Projektleiterin Meier. Neben dem Jugendrat gibt es noch weitere Facetten der Jugendbeteiligung in Innsbruck. So wirken Kinder und Jugendliche in der Stadtplanung aktiv mit. Auch zu den Themen Kinderrechte und „Flucht & Asyl“ gibt es diesbezüglich Projekte.
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