14.06.2016, 11:13 Uhr

Pradl: Eine Einbahn ohne Sinn

Aus rechtlichen Gründen notwendig: Eine Einbahnregelung, die keiner versteht.
Über viele Jahre hat alles problemlos funktioniert. Die Pestalozzistraße, eine kleine Seitengasse im Stadtteil Pradl, war für etliche Anrainer in der Umgebung ein "Geheimtipp" um im Stadtteil einen Parkplatz zu finden. Obwohl die Straße in beide Richtungen befahren werden durfte, parkten links und rechts der Fahrbahn die Bewohner der benachbarten Häuser. Buchten, um sich bei Gegenverkehr ausweichen zu können, gibt es genug. Doch vor wenigen Wochen begann die Situation zu eskalieren.

Vermehrt Anzeigen

"Es kam in letzter Zeit immer häufiger zu Anzeigen, da dieses Parken links und rechts der Fahrbahn gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt. Obwohl dies keine Beeinträchtigung der Sicherheit darstellt, sind MÜG und Polizei bei solchen Anzeigen verpflichtet, hinzufahren und Strafmandate auszustellen. Alles andere wäre Amtsmissbrauch", schildert Vizebgm. Sonja Pitscheider (Verkehr; Grüne) die Problematik. "Die einzige Möglichkeit, hier Rechtssicherheit herzustellen, war der Erlass einer Einbahnregelung", so Pitscheider.


Regelung wird ignoriert

Nun darf zwar ganz offiziell beiderseits der Fahrbahn geparkt werden, an das neue Fahrverbot in Süd-Nord-Richtung hält sich allerdings – wie könnte es anders sein – kaum jemand.
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