16.03.2016, 12:40 Uhr

StR Franz Gruber: "Ohne den Schutzwald gäbe es keine Stadt Innsbruck"

Über 15.000 Arbeitsstunden leistet das Forstamt der Stadt jährlich, um Wald, Almen und Wege in Schuss zu halten. (Foto: Forstamt)

60 Prozent der Innsbrucker Wälder sind Schutzwald. Ohne dieses Bollwerk wäre die Stadt längst von Naturkatastrophen "verschluckt" worden.

Die Stadt Innsbruck erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 10.491 Hektar. 3.550 davon sind Almen und Freiflächen, 4.400 Waldbestand. Damit ist das Innsbrucker Forstamt für die Betreuung von 74 Prozent der Stadtfläche verantwortlich. Besonderes Augenmerk legen Amtsleiter Andreas Wildauer und seine Mitarbeiter dabei auf den Schutzwald.


Gefahr durch Muren und Lawinen

Ohne diesen (60 Prozent des Waldbestandes der Stadt sind als Schutzwald ausgewiesen) wäre ein Leben in weiten Teilen der Stadt nicht möglich. Denn der Wald soll nicht nur Lawinen abhalten, sondern auch vor Muren schützen und den Wasserhaushalt regulieren.





"Der Schutzwald muss permanent verjüngt und in Top-Zustand gehalten werden, um diese Funktionen zu erfüllen. Das ist die Hauptaufgabe des Forstamtes", erläutert der politisch verantwortliche StR Franz Gruber. Die Überprüfung von Wildbächen, die Umsetzung von Steinschlagsicherungen, die Aufforstung abgebrannter Waldflächen und die ständige Evaluierung von Gefahrenzonenplänen gehören ebenfalls zu den Aufgaben.

"Der Schutzwald muss auch klimafit gemacht werden. Dafür werden gezielt Laubbäume gepflanzt."
-Andreas Wildauer, Leiter Forstamt

Klimawandel: Laub- statt Nadelhölzer

Zudem muss der Schutzwald – großteils Nadelhölzer – in tieferen Lagen kontinuierlich mit Laubhölzern durchmischt werden. "Dadurch werden die Waldbestände klimafit gemacht, wegen der steigenden Temparaturen", erläutert Wildauer.

Alle Bilder: Forstamt Innsbruck
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