11.10.2016, 10:24 Uhr

Tiroler Drogengipfel gefordert

(Foto: Pixabay / PhotoLizM)

Anlässlich 17 Drogentoter seit Anfang Jänner fordert die FPÖ Tirol einen Drogengipfel - das Suchtkonzept aus dem Jahr 2012 müsse an neue Anforderungen angepasst werden.

TIROL. Im August 2016 veröffentlichte das Innenministerium den Suchtmittel-Jahresbericht 2015. Aufgrund des Ergebnisses fordert FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger die Abhaltung eins Drogengipfels. Mediziner und Psychologen, Vertreter der Krankenkassen, externe Experten auf dem Gebiet des Missbrauchs illegaler Suchtmittel, Mitarbeiter von sozialen Einrichtungen, Exekutivbeamte und Juristen sollen auf der Grundlage des Gipfels das Suchtkonzept aus dem Jahr 2012 überarbeiten.

Ergebnis des Suchtmittel-Jahresberichts 2015

In Tirol ist vor allem die Nordafrika-Szene aktiv. Sie besteht aus rund 120 bis 150 Personen. Diese verkaufen vor allem Kokain und Cannabisprodukte. Neben Mitgliedern der Nordafrikaszene, sind auch immer wieder Deutsche Staatsbürger in Tirol aktiv. Abnehmer sind vor allem österreichische Staatsbürger bzw. KäuferInnen aus Italien oder Deutschland. Gleichzeitig kommt es zu einem Anstieg von Indoor-Plantagen. Im Jahr 2015 kam es zu 3.970 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz. Nur 2013 war dieser Wert höher.

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