24.03.2016, 16:58 Uhr

„Wieviel Medizin überlebt der Mensch?“

ÖGB-Regionalvorsitzender Willi Lackner, Vortragender Dr. Günther Loewit, ÖGB-Regionalsekretär Harald Kuenz. (Foto: ÖGB Lienz/Kuenz)
LIENZ (ebn). Auf Einladung des ÖGB Osttirol referierte der Bestsellerautor und Arzt Dr. Günther Loewit vergangene Woche in Lienz. Loewit geht mit der Medizin, der Politik aber auch mit der Gesellschaft mitunter hart ins Gericht.

Seine Aussage 'Es gibt keine gesunden Menschen, sondern nur schlecht untersuchte', unterstreicht dies. "Wir Ärzte haben uns die Heilkunst z.B. von der Pharmaindustrie aus den Händen nehmen lassen. Die Gesellschaft hat sich sich gewandelt. Wenn jemand zum Arzt geht, dann erwartet er, mit einem Medikament wieder nach Hause geschickt zu werden", schildert Loewit.

Es gäbe heutzutage nicht zu wenige Ärzte, sondern zu viele Kranke behauptet Loewit. "Wenn die Menschen mehr Selbstverantwortung an den Tag legen würden, würden bei so manchem Arzt ungeahnte Kapazitäten frei. Wir behandeln immer mehr die Symtome und nicht die Krankheiten an sich. Der Druck in der Gesellschaft und im Arbeitsleben immer zu funktionieren zu müssen, lässt kaum Spielraum um krank zu sein", so Loewit.
Die Menschen sollten mehr auf ihre innere Stimme hören und sich auf den Hausverstand verlassen und nicht immer blind auf Medikamente setzten, so der Rat des Bestsellerautors.

„Loewit hat in seinem Vortrag Themen beleuchtet, die auch in unserer täglichen Gewerkschaftsarbeit eine große Rolle spielen. Ich sehe die Gewerkschaft durchaus in der Verantwortung, darauf aufmerksam zu machen“, so Osttirols ÖGB-Regionalvorsitzender Willi Lackner abschließend.
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