06.05.2016, 23:53 Uhr

"Die TSD sind außer Kontrolle"

"Nicht genügend!" Die Liste-Fritz-Abgeordneten Haselwanter-Schneider und Gruber sehen ihre Kontrollfunktion beschnitten.

Liste Fritz fordert eine Sonderprüfung durch den Rechnungshof

Der Wirbel um die Tiroler Sozialen Dienste (TSD) nimmt kein Ende. Nachdem das STADTBLATT in mühsamer Detail-Recherche herausfand, dass ein Teil der Flüchtlingsverpflegung durch halb Europa gekarrt wird, ehe es in Tirol auf dem Teller der Flüchtlinge landet – was die TSD ursprünglich verschleiern wollten – wittern die Abgeordneten der Liste Fritz nun den nächsten Skandal. „Ein Geheimvertag mit einem Sicherheitsunternehmen, Auskunftsverweigerung über millionenschwere Verträge mit privaten Bauherren, ein Essensvertrag mit einer deutschen Firma – ohne Ausschreibung vergeben. Die Tiroler Soziale Dienste Gesellschaft agiert außer Kontrolle, dabei handelt es sich inzwischen um ein größeres Unternehmen mit aktuell 243 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 90 Millionen Euro", ärgern sich LA Andrea Haselwanter-Schneider und LA Isabella Gruber. Mehr noch: "Es fehlen Transparenz und die Möglichkeit zur Kontrolle", betonen die Oppositionspolitikerinnen. Denn eine umfangreiche Anfrage (70 Fragen) an die zuständige LRin Christine Baur blieb in wesentlichen Teilen unbeantwortet, da die LRin auf den Geschäftsführer der TSD verwies, welcher dem Landtag keine Rechenschaft schuldig ist. Daher wollen Haselwanter-Schneider und Gruber nun eine Sonderprüfung der TSD durch den Rechnungshof beantragen. Dazu brauchen sie die Stimmen der FPÖ.
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