18.07.2016, 10:16 Uhr

Finanzbericht der Gemeinden ist online abrufbar

2015 wurden 103 Millionen Euro aus dem Gemeindeausgleichsfonds ausbezahlt: Kommunen investieren stark in ihre Infrastruktur (Foto: Pixabay/cpastrick)

Die Bilanz des Finanzberichts der Tiroler Gemeinden ist positiv: die durchschnittliche Verschuldung ist gesunken. Investitionen betreffen die Infrastruktur.

TIROL. Am 17. Juli wurde der aktuelle Bericht zur Finanzlage der Tiroler Gemeinden 2015 veröffentlicht. Das positive Ergebnis des Berichts: Die durchschnittliche Verschuldung der Gemeinden ist im vergangenen Jahr auf unter 29 Prozent gesunken.

Gemeindefinanzbericht 2016

Jährlich wird Ende Juli bzw. Anfang August der Gemeindefinanzbericht der Abteilung Gemeinden des Landes Tirols veröffentlicht. Die Grundlage für diesen Bericht sind die Finanzdaten des vergangenen Haushaltsjahres. Die Daten für den Bericht werden von den Tiroler Gemeinden zur Verfügung gestellt. Das Land Tirol informiert in dieser Veröffentlichung über wichtige Zahlen und Fakten über die finanzielle Situation der Kommunen, über den Grad der Verschuldung sowie über die Verwendung der Bedarfszuweisungen aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF).

Rückläufige Verschuldung der Tiroler Gemeinden

Tirol zählt österreichweit zu den Bundesländern mit der geringsten Pro-Kopf-Verschuldung. Die Gemeinden haben eine rückläufige Verschuldung. Der durchschnittliche Verschuldungsgrad in Tirol ist 2015 auf 29 Prozent gesunken. Auch in jenen Gemeinden, die eine hohe Verschuldung hatten, ist die Verschuldung gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Gemeinden, die schuldenfrei, gering oder mittelmäßig verschuldet sind.

Gemeindereferent LR Johannes Tratter weist darauf hin, dass es bei den Finanzen in den Gemeinden immer wieder zur Zusammenarbeit kommt: „Das Bündeln von Kräften und die gemeindeübergreifende Umsetzung größerer Vorhaben stärkt die Finanzkraft aller beteiligten Gemeinden. Dieser Ansatz wird daher künftig noch zu forcieren sein.“

Zusammenfassung des Gemeindefinanzbericht 2016

  • Der Schuldenstand der Tiroler Gemeinden ist von 790,5 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 814,6 Millionen Euro im Jahr 2015 angestiegen.
  • Den Höchststand der bisherigen Verschuldung gab es im Jahr 2009 mit 818 Millionen Euro.
  • Die Stadt Innsbruck hat Darlehen in der Höhe von rund 20,0 Millionen Euro für die Finanzierung von Großprojekten aufgenommen.
  • Die Darlehen der Gemeinden wurden vor allem für Investitionen aufgenommen. Dadurch wird die Wirtschaft und Konjunktur belebt.
  • Investitionen und Vorhaben stiegen um rund zehn Prozent an.
  • Darlehen in den Gemeinden werden für allem für den Ausbau der Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und für den Wohnbau aufgenommen.
  • Zusätzliche Ausgaben gibt es für den Sozial- und Gesundheitsbereich.
  • Die fortdauernden, laufenden Einnahmen liegen über den Ausgaben.
  • Die Gemeinden werden mit Bedarfszuweisungen aus dem Gemeindeausgleichsfonds unterstützt.
  • Im Jahr 2015 wurden dafür knapp 103 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Download des Gemeindefinanzberichts 2016

Der aktuelle Bericht zur Finanzlage der Tiroler Gemeinden 2015 kann ab sofort unter https://www.tirol.gv.at/abteilung-gemeinden/ heruntergeladen werden.
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Helmut Wessner aus Kitzbühel | 25.07.2016 | 18:05   Melden
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