20.09.2016, 11:55 Uhr

Förderungen für stationäre Pflegeplätze bei Demenz

Am Weltalzheimertag 21. September findet im Landhaus die Veranstaltung „Gratwanderung zwischen Autonomie und Fürsorge“ des GesundheitsPädagogischen Zentrums des Landes statt: Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg mit GPZ-Direktorin Hermine Kofler. (Foto: Land Tirol/Steiner)

Das Land Tirol übernimmt die Kosten der Neuerrichtung von stationären Plätzen zur Schwerpunktpflege von demenzkranken Personen.

TIROL. Anlässlich des Weltalzheimertages am 21. September gibt Landesrat Bernhard Tilg bekannt, dass das Land Tirol seit heuer die Neuerrichtung von stationären Plätzen in der Schwerpunktpflege finanziert. Tiroler Gemeinden bekommen zusätzlich jährlich 4,8 Millionen Euro zum Ausbau der mobilen und stationären Pflege in Tirol.

Errichtung neuer stationärer Pflege in Tirol

Die Neuerrichtung von stationären Plätzen in der Schwerpunktpflege wird seit heuer zur Gänze vom Land Tirol übernommen. Auch Orden und Stiftungen, die einen öffentlichen Versorgungsauftrag übernommen haben, bekommen diese Förderungen. Seit 2012 wurden in Hall bereits 40 zusätzliche stationäre Plätze für die Schwerpunktpflege errichtet. Insgesamt gibt es hier nun 162 Betten. „Insgesamt 56 weitere Plätze werden in den nächsten Jahren in Lienz, Kufstein und Zams folgen, um die Versorgungssicherheit in allen Tiroler Regionen sicherzustellen“, so LR Bernhard Tilg.

Die Zahl der an Demenz erkrankten Personen steigt

Eine der häufigsten Diagnosen in der Landespflegeklinik in Hall ist die dementielle Erkrankung wie die Alzheimerkrankheit. Eines der Hauptsymptome ist eine ausgeprägte Gedächtnisstörung. In Tirol sind rund 10.000 Menschen von unterschiedlich ausgeprägter Form der Demenz betroffen. Aufgrund einer höheren Lebenserwartung wird die Häufigkeit der Erkrankungen bis 2022 in Tirol auf über 12.500 gestiegen sein.

Rechtzeitig auf erste Anzeichen reagieren

Bei Verdacht auf eine Demenzerkrankung ist es wichtig schon auf die ersten Anzeichen zu achten. Durch eine frühzeitige Diagnose kann ein selbstbestimmtes Leben länger ermöglicht werden und die Pflegebedürftigkeit verzögert werden. Wichtige Vorbeugemaßnahmen gegen eine mögliche Demenzerkrankung sind körperliche und geistige Fitness sowie eine gesunde Ernährung. So ist die Diabeteserkrankung ein besonderer Risikofaktor für eine spätere Demenzerkrankung. „Wer bereits im mittleren Lebensalter an Diabetes leidet, hat im Alter ein höheres Risiko für eine Demenzerkrankung. Daher ist eine gute Diabetestherapie immer auch eine wichtige Demenzvorbeugung“, so LR Bernhard Tilg.
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