02.06.2016, 10:08 Uhr

KOMMENTAR: "Das 'Sommermärchen' der sicheren Grenze"

Kommentar von Stephan Gstraunthaler sgstraunthaler@bezirksblaetter.com
Polizei und Politik lassen am Brenner – zumindest verbal – die Muskeln spielen: "Dicht gemacht" wird, wenn Italien die Flüchtlingsströme nicht bändigt. Eine Ankündigung, die dem Praxistest nicht standhalten wird. Wenn die vielzitierten "hässlichen Bilder" irgendwo an der albanischen Grenze stattfinden, kann Europa noch wegschauen. Dieselben Zustände am Brenner wird niemand hinnehmen können. So etwas überlebt man in Österreich politisch nicht. Innsbruck – als erste mögliche Sammelstelle für Flüchtende von Süden – täte daher gut daran, sich einen Plan B zu überlegen. Es kann sein, dass sich die Zahl der Menschen, die über den Brenner kommen, weiter in Grenzen hält. Doch viele Prognosen sind deutlich pessimistischer. Wenn sich tatsächlich im Sommer tausende in Bewegung setzen, braucht es Katastrophenpläne, um diesen Ansturm managen zu können.
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