07.10.2016, 10:37 Uhr

Kontingentregelung für Medizinstudium ist notwendig

Die Notwendigkeit der Kontingentregelung für das Studium der Medizin bleibt in Tirol weiter bestehen. (Foto: Pixabay / Wokandapix)

LH Günther Platter und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner setzen sich für eine Verlängerung der Kontingentregelung beim Medizinstudium ein.

TIROL. Ende 2016 läuft die Kontingentregelung für das Medizinstudium aus. Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner bekräftigte gegenüber der EU-Kommission, dass die Regelung für das Medizinstudium verlängert werden muss. Landeshauptmann Günther Platter schließt sich dieser Forderung an.

Kontingentregelung sichert medizinische Versorgung

Die Aufhebung der Kontingentregelung für das Medizinstudium gefährdet die medizinische Versorgung in Tirol. Wird diese nicht verlängert, wird es künftig zu wenig ÄrztInnen in Tirol geben. Vermehrt würden ausländische StudentInnen ein Studium der Humanmedizin in Tirol beginnen. Der einheimische Nachwuchs würde keine Studienplätze mehr bekommen. Ein Ärztemangel sei die Folge, so Günther Platter und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Der Großteil der Studierenden aus dem Ausland verlassen nach dem Abschluss des Studiums Tirol wieder. Gleichzeitig gehen in den kommenden Jahren viele MedizinerInnen in Pension.

Gleichzeitig sinkt die Zahl der AbsolventInnen des Humanmedizinstudiums. Die Zahl der StudentInnen, die das Medizinstudium abgeschlossen haben, sind seit 2008 gesunken. 2008 haben noch 346 StudentInnen das Studium beendet, 2015 waren es nur mehr 142. Von den 172 Tiroler StudentInnen beendeten nur 81 das Studium.

Was ist die Kontingentregelung?

Die Kontingentregelung legt fest, wie viele StudentInnen aus dem Ausland bzw. aus der Europäischen Union an den österreichischen Universitäten für das Medizinstudium zugelassen sind.
Die derzeitige Quotenregelung besagt, dass 75 Prozent der Studienplätze für EU-BürgerInnen mit einem österreichischen Reifeprüfungszeugnis reserviert sind. 20 Prozent der Plätze sind für EU-BürgerInnen mit einem anderen Reifeprüfungszeugnis reserviert. Fünf Prozent der Plätze gehen an Drittstaatsangehörige.

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