10.03.2016, 12:12 Uhr

Ländliche Entwicklung wird vorangetrieben

866 Millionen Euro für die Entwicklung des ländlichen Raums in Tirol. (Foto: Land Tirol/Die Fotografen)

Für die Entwicklung des ländlichen Raums stehen bis 2020 insgesamt 866 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Innovation, Verarbeitung, Vermarktung, Soziales und Gesundheit.

Österreichisches Programm für ländliche Entwicklung

Das Ziel des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung ist die Erhaltung einer wirtschaftlich gesunden und leistungsfähigen bäuerlichen Landwirtschaft in einem funktionsfähigen ländlichen Raum. Dieses Programm soll auch in Tirol umgesetzt werden. Wie diese Umsetzung erfolgen soll wird Thema des Mai-Landtags sein.

Finanzierung der Maßnahmen

Im Rahmen dieses Förderprogramms stehen bis ins Jahr 2020 ingesamt 866 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Jahr sind das 124 Millionen Euro. 436 Millionen kommen von der EU, vom Bund kommen 248,5 Millionen. Das Land steuert noch 181,7 Millionen bei. "Das ländliche Entwicklungsprogramm ist ein Wachstumsmotor für den gesamten ländlichen Raum. Für die Landwirtschaft ist dieses Förderinstrument angesichts der Situation am Milchmarkt wichtiger denn je", betont LHStv Josef Geisler. Durch die Kofinanzierung wird der Beitrag der Landesmittel verfünffacht. So werden aus 20 Landeseuro durch das "Programm für ländliche Entwicklung" 100 Euro, so Josef Geisler. Das Fördergeld fließt in die Landwirtschaft Tirols.

Förderungen für Verarbeitung und Vermarktung

Schwerpunkte - mit 60 Prozent des Gesamtvolumens - sind die Förderung einer umweltgerechten Landwirtschaft (ÖPUL) und die Unterstützung der kleinstrukturierten Berglandwirtschaft (Ausgleichszulage). Besonders gefördert soll hier Innovation, Verarbeitung und Vermarktung bäuerlicher Erzeugnisse werden. 54,5 Millionen Euro stehen hier zur Verfügung, 80 Millionen Euro gehen in den Tierschutz und die Biolandwirtschaft.

Förderungen für Soziales und Gesundheit

Erstmals wird auch der Bereich Soziales und Gesundheit im Rahmen des Programms für ländliche Entwicklung gefördert. Dazu zählen Kinderbetreuungseinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen oder Einrichtungen für ältere Personen. In den kommenden Jahren werden dafür 22 Millionen aufgewendet. Mit rund 13 Millionen Euro sollen die Breitbandinfrastruktur und das ländliche Wegenetz ausgebaut werden.
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