20.09.2016, 15:56 Uhr

Tirol übernimmt die Aktionsgruppe Mobilität der EUSALP

LH Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe und der Leiter der Arbeitsgruppe, DI Ewald Moser, vom Sachgebiet Verkehrsplanung. (Foto: Land Tirol/Steiner)
TIROL. Das Land Tirol hat die Leitung der Aktionsgruppe Mobilität der EUSALP übernommen. Tirol hofft damit auf mehr Mitsprache- und Änderungsmöglichkeit beim Transitaufkommen.

Thema Verkehr in der Aktionsgruppe Mobilität

In der Aktionsgruppe Mobilität der EUSALP liegt der Schwerpunkt auf nachhaltiger Entwicklung der Mobilität im Alpenraum. Augenmerk wird hier auf die Themen Mautgestaltung, Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene, öffentlicher Verkehr, Verknüpfung der Verkehrsnetze, Radwege und überregionale Tarifgestaltung gelegt. „Wir übernehmen als massiv vom Transitverkehr betroffenes Land die Führung dieser Gruppe, weil wir vom Argumente sammeln für eine Änderung der Transitpolitik zum Durchsetzen unserer Haltung kommen müssen.", so Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe.

Was ist die EUSALP?

EUSALP ist die EU-Strategie für die Alpine Region. Sie ist ein Verbund aus fünf Mitgliedstaaten, zwei Drittstaaten, 48 Regionen und insgesamt über 70 Millionen EinwohnerInnen. Mitglieder sind die Alpenländer, die in diesem Rahmen Lösungen für verschiedene gemeinsame Herausforderungen finden wollen. Die behandelten Themen reichen von Klimawandel über Energie bis hin zu Mobilität und Nachhaltigkeit. In Sachen Verkehr und Mobilität ist Tirol bereits federführend für die EUSALP tätig. Leiter der Action Group ist Ewald Moser. An der Arbeitsgruppe nehmen VertreterInnen von 22 europäischen Regionen teil.

EUSALP ist die vierte Makroregionale Strategie der EU

Neben dem Ostseeraum, der Donauregion und dem adriatisch-ionischen Raum liegt nunmehr für den Alpenraum die vierte offiziell anerkannte Makroregionale Strategie der EU vor. Auf Vorschlag von Tirol und Südtirol soll die Umsetzung und Abwicklung der EUSALP-Agenden in einer Servicestelle erfolgen, die im gemeinsamen Vertretungsbüro in Brüssel angesiedelt ist. „Die Servicestelle würde somit von den Regionen getragen werden – die Initiative ist ja auch von den Alpenregionen ausgegangen“, plädiert LH Platter für eine sinnvolle Einbindung der Länder.

Weitere Informationen

EUSALP Aktionsgruppe 4 Mobilität
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