07.09.2016, 09:49 Uhr

Weitere 1.500 Kinderbetreuungsplätze in Tirol geplant

Im Rahmen der Klausur der Landesregierung in Kitzbühel besuchten LH Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe und LRin Beate Palfrader den Kindergarten Voglfeld: Diese ganzjährige und ganztägige Einrichtung für 160 Kinder gilt als ein Musterbeispiel für den massiven Ausbau der Kinderbetreuung in Tirol. (Foto: Land Tirol/Berger)

Das Land Tirol plant bis 2018 1.500 neue Betreuungsplätze. Tirol will mit dieser Maßnahme familienfreundlichstes Bundesland werden. Die Vereinbarkeit von "Familie und Beruf" soll dadurch vereinfacht werden.

TIROL. Das Land Tirol beschloss die Kinderbetreuung bis 2018 weiter auszubauen. Mit 1.500 neuen Kinderbetreuungsplätzen sollen 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Diese Maßnahme soll Eltern die Möglichkeit geben, Familie und Beruf besser zu vereinen. Tirol soll dadurch zum familienfreundlichsten Bundesland Österreichs werden.

Ausbau der Kinderbetreuung seit 2008

Seit 2008 wurde in Tirol massiv am Ausbau der Kinderbetreuung gearbeitet. Insgesamt wurden seit damals 9.125 neue Plätze in der Kinder- und schulischen Tagesbetreuung geschaffen. Dadurch sind 1.300 neue Arbeitsplätze entstanden. Im gleichen Zeitraum wurden über 66 Millionen Euro in den Ausbau und die Verbesserung der Einrichtungen investiert. 2013 setzte sich die Landesregierung das Ziel, 3.000 neue Plätze zu schaffen. Schon nach drei Jahren war dieses Ziel bei weitem übertroffen. Es wurden 4.500 neue Plätze zur Betreuung geschaffen. "Die Landesregierung bekennt sich uneingeschränkt zur bestmöglichen Betreuung und Ausbildung der Kinder in Tirol.", so Landeshauptmann Günther Platter.

Tirol als familienfreundlichstes Bundesland

Durch den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung soll Tirol zum familienfreundlichstes Bundesland werden. "Familie und Beruf" soll für alle Eltern und Erziehungsberechtigten möglich sein. Bildungs- und Betreuungseinrichtungen soll es schon für Kinder ab dem Kleinkindalter geben. Diese Einrichtungen sollen für alle leistbar sein. "Unser Ziel muss sein, dass Eltern hier durch ein gutes Angebot ihre familiären und ihre beruflichen Wünsche so weit wie möglich unter den Hut bringen können“, so LH-Stv.in Ingrid Felipe. In Unternehmen ist es - mit dem neuen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz - möglich, eine 24-Stunden-Kinderbetreuung anzubieten.

Landeskampagne „Familie und Beruf“

In diesen Tagen startet die Landeskampagne "Familie und Beruf - Tirol macht´s möglich". Mit Plakaten, Rundfunkspots, Inseraten und der Homepage www.familieundberuf.tirol soll für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geworben werden. In der Kinderbetreuung gibt es eine Vielfalt von Angeboten.
"Wir ermöglichen eine Kinderbetreuung am Puls der Zeit. Das Wohl und die Interessen aller Beteiligten stehen im Mittelpunkt.", so Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Flexiblere Öffnungszeiten, mehr Betreuungspersonal, eine standardisierte Bedarfserhebung, eine verstärkte Verantwortung zur sprachlichen Frühförderung und Inklusion tragen zur Verbesserung des Betreuungsangebotes bei. Alle Kindergartengruppen werden von einer Fach- und Assistenzkraft betreut. Die Gruppenhöchstzahl darf nur mehr um höchstens zwei Kinder überschritten werden. Im Zuge des novellierten Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetzes erhalten die Tiroler Gemeinden rund 11 Millionen Euro jährlich für die Kinderbetreuung.

Kinderbetreuung in Tirol

  • In Tirol gibt es aktuell 782 Kinderbetreuungseinrichtungen: 467 Kindergärten, 233 Kinderkrippen (inkl. Kindergruppen) und 82 Horte
  • 28.179 Kinder besuchen eine der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Seit 2013 wurden 4.500 Kinderbetreuungsplätze geschaffen: 2.282 neue Plätze im Kinderbetreuungsbereich, 2.218 neue Plätze in der schulischen Tagesbetreuung
  • Rund 3.900 Personen arbeiten in einer dieser Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Seit 2008/2009 wurden durch den Ausbau der Kinderbetreuung über 1.300 neue Arbeitsplätze geschaffen.
  • Seit Beginn des Ausbaus der Kinderbetreuung in Tirol wurden 9.125 Kinderbetreuungsplätze geschaffen: 5.542 neue Plätze im Kinderbetreuungsbereich und 3.583 neue Plätze in der schulischen Tagesbetreuung.
  • Mehr als 66 Millionen Euro investierte das Land Tirol in diesem Zeitraum für Bautätigkeit und Infrastruktur in den Einrichtungen.
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