21.06.2016, 10:22 Uhr

Weratschnig - Sektorales Fahrverbot ist gut vorbereitet

Hermann Weratschnig: Sektorales Fahrverbot ist gut vorbereitet. (Foto: Archiv)

Das sektorale Fahrverbot soll mit 1. November in Kraft treten. Weratschnig wundert sich, warum von der FPÖ-Europaabgeordneten diesbezüglich Querschüsse gegen Tiroler Interessen kommen.

TIROL. Die Tiroler Landesregierung hat bereits im Mai 2016 den Beschluss über das Inkrafttreten des sektoralen Fahrverbots am 1. November unterzeichnet. Nun kritisiert die FPÖ-Europaabgeordnete Barbara Kappel, dass es durch die EU zur Aufhebung dieses Beschlusses kommen wird. Schuld daran sei, dass die Tiroler Landesregierung dieses sektorale Fahrverbot zu wenig vorbereitet hätte.

Kritik an den Aussagen Kappels

Hermann Weratsching - der grüne Verkehrssprecher - reagiert auf die Vorwürfe durch Kappel: "Die Querschüsse gegen die Verbesserung der Lebensqualität in Tirol sind wenig hilfreich für unser großes Anliegen, die TirolerInnen vom Transitverkehr zu entlasten", so der grüne Landtagsvizepräsident. Die Einführung des sektoralen Fahrverbots sei gut vorbereitet. Auch gegen zu erwartende Klagen von Frächterverbänden wurden bereits Maßnahmen ergriffen.

Vorbereitende Maßnahmen für das sektorale Fahrverbot

  • Einführung des Luft-100ers auf 120 Autobahnkilometern in Tirol. Dieser hat bereits Erfolge gebracht.
  • Stufenweise Einführung des LKW-Fahrverbots. Dieses bringt lange Übergangsfristen für die Wirtschaft.
  • Diese Maßnahmen seien der EU-Verkehrskommissarin und den SpitzenbeamtInnen in der Kommission bekannt.
  • Die offizielle Tiroler Vertretung in Brüssel ist ständig mit der Kommission in Kontakt.
  • Die Schweizer Firma ökoscience unterstützt mit ihrer unstrittigen, externen Expertise die Tiroler Verhandlungen.

Die Argumente werden halten

Weratschnig ist überzeugt, dass der Einführung des sektoralen Fahrverbots am 1. November nichts im Wege steht. Die der EU vorgebrachten Argumente seien gut und werden somit im Verfahren halten. "Dass sich die FPÖ jetzt in dieser heiklen Frage gegen die Interessen des Landes Tirol positioniert und lieber politisches Kleingeld wechselt, als mit der Landesregierung für die Entlastung der AutobahnanrainerInnen zu kämpfen, ist mir wirklich schleierhaft", sagt Hermann Weratschnig. Mit dem sektoralen Fahrverbot werden die Lungen und Ohren der TirolerInnen weiter entlastet werden.

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