14.04.2016, 12:00 Uhr

Innsbruck-Land mit Mut zum Absprung: Maschinenring stellt sich für die Zukunft auf

Leiten nun ein Millionenunternehmen: Obmann Martin Zürcher (r.) und Geschäftsführer Magnus Gratl (l.) präsentieren nicht nur beachtliche Umsatzzahlen, sondern lassen sich auch von Wintersport-Trainer Alexander Pointner beraten. (Foto: Maschinenring)
INNSBRUCK-LAND (kr). Mehr als 1.800 Kunden zählt der Maschinenring Innsbruck-Land, darunter Energieriesen und große Infrastrukturunternehmen. Die Wirtschaft setzt immer stärker auf die Kompetenzen des ländlichen Unternehmens, denn der Maschinenring steht für Schlagkraft, Leistung und Regionalität. Mehr als 7,5 Millionen Euro erwirtschaftete das Unternehmen der Bauern im vergangenen Jahr im Bezirk Innsbruck-Land. Insbesondere beim Winterdienst, der Grünraumpflege und der Zeitarbeit sind die bäuerlichen Mitarbeiter gefragt. Trotz einer flauen Wirtschaftslage ist es dem Maschinenring gelungen, die Vorjahreswerte zu halten. Mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt der Maschinenring alleine im Bezirk. „Wir sind stolz darauf, dass wir mit unseren Produkten am Markt ein gefragter Partner sind“, so Geschäftsführer Magnus Gratl. Alleine bei den Gemeinden setzen drei von vier auf den Maschinenring. In Summe ist der Maschinenring Innsbruck-Land der umsatzstärkste Bezirk Tirols.

Maschinenring als Chance

Rund 60 Prozent der 2000 landwirtschaftlichen Betriebe im Bezirk Innsbruck-Land sind Mitglieder beim Maschinenring. Trotz immer einer sinkenden Zahl an Bauern im Bezirk schafft es der Maschinenring die Mitgliederzahl konstant zu halten. Für Obmann Martin Zürcher ist dies ein Zeichen dafür, dass mit dem Maschinenring eine Zukunft für die Bauernhöfe im Bezirk gegeben ist: „Mit der sozialen Absicherung des Maschinenrings und den Erwerbsmöglichkeiten für die Bauern ist der Maschinenring die zentrale Organisation für jeden landwirtschaftlichen Betrieb.“

Alexander Pointner: Mut zum Absprung

Besonders interessiert zeigten sich die Mitglieder des Maschinenring Innsbruck-Land bei der Generalversammlung am Vortrag von Skisprung-Trainer Alexander Pointner. Unter dem Titel „Mut zum Absprung“ spann er den Bogen vom Wintersport zur Wirtschaft. Anhand seiner eigenen Erfahrungen aus dem Skispringer-Zirkel erläuterte Pointner seinen Zugang zu erfolgreichen Umsetzung einer Idee. „Talent alleine reicht nicht aus. Damit kommt man zwar relativ weit, aber ganz noch oben nicht. Am anschaulichsten ist ein Hausbau. Das Fundament ist wichtig, dann kommen die Stockwerke mit verschiedensten Abteilungen. Nur wenn diese gut kommunizieren und auch zusammenarbeiten ist es möglich, ganz ins oberste Stockwerk zu gelangen“, erklärt Pointner. Der erfolgreichste Skisprung-Trainer aller Zeiten hat dabei ganz neue Ansätze verfolgt und streicht die Wichtigkeit des Informationsaustausches hervor. „Was nützt mir eine Top-Technikabteilung, wenn der Physiotherapeut nicht Bescheid weiß. Vielleicht bringt die neue Technik eine andere Belastung, der ich auch in der Kraftkammer entgegen steuern muss. Die Kommunikation muss funktionieren“, so Alexander Pointner. Eine seiner Aufgaben war es auch, ein echtes Team zu formieren. „Wir haben uns immer wieder mit Mental-Coaching beschäftigt. Alle Mitglieder des Teams stehen auf einer gleichen Stufe. Das mussten auch die ‚Stars‘ erkennen. Erst danach haben die Superadler als Mannschaft funktioniert“, sagt der Trainer, der viele Parallelen zum Maschinenring sieht. „Manchmal braucht es Mut, alte Dinge aufzugeben und neue Ufer anzusteuern. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es braucht ein Team, dass das umsetzt und einen Trainer, der voraus geht“, unterstreicht Referent Alexander Pointner.
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