09.04.2016, 19:57 Uhr

Menschen auf der Flucht als Wirtschaftsmotor

Eine Studie der Wirtschaftskammer bestätigt: Die TIroler Wirtschaft profitiert von den Flüchtlingen. (Foto: pixabay)

EIne Studie der Tiroler Wirtschaftskammer bestätigt: Die Tiroler Wirtschaft profitiert von den Flüchtlingen, mehr als 1770 neue Jobs sind entstanden.

Mehr als 1700 neue Vollzeitjobs

Die Studie der Wirtschaftskammer Tirol zum Thema Migration und Flucht bestätigt, dass die in Tirol untergebrachten Menschen und die dafür verwendeten Mittel maßgeblich zur Wertschöpfung beitragen. In Tirol sind derzeit 6.600 Menschen untergebracht. Diese bringen eine Bruttowertschöpfung von 125 Millionen Euro. Die Studie zeigt weiters auf, dass insgesamt 1776 neue Vollzeitjobs entstanden sind. Diese entstanden vor allem in den Bereichen Handel, Bau, Erziehung und Unterricht und im Immobilienbereich.

Flüchtlinge tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung Tirols bei

„Das Geld, das für Menschen auf der Flucht aufgewendet wird, bleibt fast zur Gänze in Tirol und kurbelt die Wirtschaft an. Schluss mit den ständigen Unwahrheiten, dass Menschen auf der Flucht die TirolerInnen belasten. Das Gegenteil ist der Fall“, so der Grüne Integrationssprecher Ahmet Demir. Sobald die Integration gelinge, würden Menschen auf der Flucht noch einen weit größeren Beitrag für die Tiroler Wirtschaft leisten.

Integrationsmaßnahmen als Vorleistung durch die Politik

Allerdings müssten durch die Politik Maßnahmen zur Integration geschaffen werden. Das wichtigste seien zunächst flächendeckende Deutschkurse. Tirol habe in diesem Zusammenhang bereits Schritte unternommen. Wichtig sei aber auch, dass Möglichkeiten zur Beschäftigung geschaffen werden. „Lasst die teilweise gut qualifizierten Menschen von Anfang an arbeiten! Beschäftigung beschleunigt in der Regel den Integrationsprozess und lässt die Menschen schneller auf eigenen Beinen stehen“, so Ahmet Demir. Um dies zu ermöglichen, müsse nur der Bartenstein-Erlass abgeschafft werden. „Dieser Erlass behindert die Integrationsbemühungen unnötig.“

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