30.06.2016, 16:35 Uhr

Saisonniers-Kontingente sind problematisch für heimische Tourismusbranche

Die momentane Lösung für Saisonniers in der Hotellerie und Tourismus ist nicht zufriedenstellen, so Landtagsabgeordneter Siegfried Egger. (Foto: Pixabay/HolgersFotografie)

Für Siegfried Egger sind die derzeitigen Kontingentlösungen für Saisonniers in der Hotellerie und Tourismus nicht zufriedenstellend.

TIROL. "Trotz hoher Arbeitslosenzahlen können wir den Arbeitskräftebedarf in den Haupt-Saisonen nicht gänzlich mit Einheimischen bzw. Arbeitskräften aus der EU abdecken. Deshalb rekrutieren wir Mitarbeiter aus Dritt-Staaten, welche eine arbeitsmarktbehördliche Genehmigung brauchen. Dabei legt uns das Sozialministerium aber solche Steine in den Weg, dass an ein praxisnahes Arbeiten nicht zu denken ist." Die anfänglich vom Sozialministerium geplante Komplettstreichung der Kontingente konnte zwar verhindert werden, dennoch stehen die heimischen Betriebe vor großen Problemen.

In der Tiroler Tourismuswirtschaft herrscht großer Unmut, über die kurzfristige Änderung kurz vor der Sommersaison. "Saisonarbeitskräfte müssen nun mindestens zwei Sommer lang in Österreich gearbeitet haben, um die Genehmigung zu erhalten. Wie Realitätsfremd diese Änderung ist, zeigt das Beispiel einer seit 15 Saisonen beschäftigten Mitarbeiterin. Im Sommer 2014 pflegte sie ihre kranke Mutter und war nicht beschäftigt. Heuer ist sie deswegen nicht mehr genehmigungsfähig. Das ist sowohl für den Betrieb als auch für die Mitarbeiterin absolut inakzeptabel", ist sich Egger sicher.

"Das Sommerkontingent wurde gekürzt, Informationen darüber wurden erst sehr kurzfristig weitergeleitet und die Genehmigungs-Vorrausetzungen sind nicht umsetzbar – die Tiroler Hoteliers hätten sich einen besseren Start in die Sommersaison gewünscht! Deswegen behandelt der Tiroler Landtag heute diese Thematik. Sozialminister Stöger muss diese Regelung endlich praxisnah für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestalten", erklärt Siegfried Egger abschließend.

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