12.05.2016, 08:20 Uhr

Tirol ist und bleibt gentechnikfrei

LAbg. Martin Mayerl: Was die Gentechnikfreiheit angeht haben wir in Tirol immer versucht alle Hebel in Bewegung zu setzen und Spielräume zu nutzen, um unsere Gentechnikfreiheit zu bewahren.“ (Foto: Tiroler Bauernbund)

Am 11.05. wurde das Gesetz, mit dem das Tiroler Gentechnik-Vorsorgegesetz geändert wird, einstimmig angenommen - Tirol ist und bleibt somit gentechnikfrei.

TIROL. Tirol war 2005 eines der ersten Bundesländer, das ein Gentechnik-Vorsorgegesetz beschlossen hat. Damit war es kaum mehr möglich gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf den heimischen Feldern auszubringen.

Tirols Landwirtschaft bleibt gentechnikfrei

In Tirol wurde schon immer versucht, die Gentechnikfreiheit zu bewahren. Das Anbauverbot für GVO ist landesgesetzlich festgeschrieben, so LAbg. Martin Mayerl. In der Landtagssitzung vom 11.05. wurden Änderungen des Tiroler Gentechnik-Vorsorgegesetzes vorgenommen und einstimmig beschlossen. So wird auch weiterhin garantiert, dass die Tiroler Landwirtschaft auch gentechnikfrei bleibt.

Keine Fütterung mit GVO

Ein gentechnikfreier Anbau garantiert jedoch noch keine gesamte Gentechnikfreiheit. Aus diesem Grund verzichtet die Tiroler Landwirtschaft auf die Fütterung von Futter bestehend aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Seit 2003 produzierten Tirols Bauern garantiert gentechnikfreie Produkte und verfüttern kein Gen-Soja oder andere gentechnisch veränderte Futtermittel. Tirol übernimmt hier österreichweit eine Vorreiterrolle.

Die wichtigsten Punkte in der Gesetzesänderung gegen Gentechnik


  • Regelung der Vorsorgemaßnahmen gegen unerwünschte Ausbringung von GVO in die Natur.
  • Regelung der Vorsorgemaßnahmen gegen das Vorhandensein von GVO in anderen Produkten.
  • Maßnahmen zur Beschränkung bzw. zur Untersagung eines möglichen Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen aufgrund öffentlicher Interessen
  • Maßnahmen zur Sicherstellung, dass weder in konventioneller noch in biologischer Landwirtschaft gentechnisch veränderte Organismen ausgebracht werden dürfen.

Appell an die Tiroler KonsumentInnen

Martin Mayerl appelliert zum wiederholten Male, dass die Tiroler KonsumentInnen die Tiroler Landwirtschaft in Sachen Gentechnik weiterhin unterstützen müssen. Daher sollen die TirolerInnen vermehrt beim Einkauf auf regionale Produkte zurückgreifen. „Nur wer zum heimischen Produkt greift, unterstützt die Gentechnikfreiheit in jeder Hinsicht.“, so Martin Mayerl.

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