18.04.2016, 17:19 Uhr

Wirtschaftskammer fordert "mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit"

Von flexibleren Arbeitszeiten würden laut WK-Präsident Jürgen Bodenseer auch die MitarbeiterInnen profitieren.

Wirtschaft fordert bessere Möglichkeiten, um Auftragsspitzen und Leerläufe ausgleichen zu können.

"Die Arbeit muss dann erledigt werden, wenn sie anfällt. Das ist auch im Sinne der Mitarbeiter", bringt es WK-Präsident Jürgen Bodenseer auf den Punkt. "Sowohl bei der Erhöhung der Normalarbeitszeit als auch der Anhebung der Höchstarbeitszeitgrenze muss der Ausgleich über die Wochen- oder Monatsarbeitszeit erfolgen. Denn eines ist klar: Wir sind nicht für die generelle Erhöhung der Gesamtarbeitszeit", erläutert der WK-Boss. Denn: "Wenn dadurch mehr Freizeit, Urlaub und Familienleben geschaffen werden, bringt das auch den Mitarbeitern Vorteile." Ebenso fordert Bodenseer eine Abschaffung des Kumulationsprinzips, welches derzeit bei Arbeitszeitüberschreitungen unverhältnismäßig hohe Strafen für den Unternehmer mit sich bringt: "Kleine Fehler werden derzeit mehrfach bestraft!"

Einheitliche Regeln

Problematisch sieht der WK-Präsident die Überregulierung in den Kollektivverträgen. „So ist z. B. ein Fleischermeister ein Angestellter, hier gilt der Durchrechnungszeitraum. Sein Geselle ist jedoch ein Arbeiter. Daraus ergeben sich unterschiedliche Kostenstrukturen und viele andere Probleme“, erklärt Bernhard Achatz, Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht in der WK Tirol. Nicht nur deshalb fordert Bodenseer die Möglichkeit, Arbeitszeit flexibel auf betrieblicher Ebene, im Einvernehmen mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat, zu regeln.
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