27.06.2016, 10:53 Uhr

Ein Bienenluxushotel

Das Luxuxbienenhotel wird von den Nachbarn bewundert und bestaunt. V. l. Bruno Germann, Pepsch Germann König und Christine Winter.
Bruno Germann war Obmann des Imkervereines Rudersdorf. Nach der Amtsübergabe an Alfred Bischof begann er mit dem Bau eines besonders ausgeformten Bienenhauses, das nach historischen Plänen als Grundriss annähernd ein Schweizerkreuz aufweist.

In viereinhalbjähriger Bauzeit schaffte es der präzisionsgewohnte Schweizer bei Einsatz von nur 700 Euro, das Haus zusammenzubauen. Mehrmals zusammenzubauen, denn die einzelnen Teile wurden schon im Keller genau aneinandergepasst, sodass für den reibungslosen Aufbau im Freien nur mehr 8 Stunden notwendig waren.

Auflagen für Bruno waren, dass ein Einzelteil nur 10 kg wiegen durfte, mehr soll er nicht heben, und dass der Materialaufwand möglichst gering gehalten wurde.
Das Haus beherbergt 9 mehrstöckige Bienenbeuten, die von einem Drehsessel aus bedient werden. Der Eingang liegt nordseitig. Die Fenster sind so konstruiert, dass Bienen, die beim Öffnen des Stockes herausfliegen, durch Schlitze ins Freie finden.
Der aufgesetzte bunte „Wespenturm“ sorgt für Belüftung und Kühlung.

Die Installierung der Völker, die noch daneben stehen, ist gerade deswegen gar nicht so einfach. Ein Umstellen der Stöcke um wenige Meter würde größte Verwirrung auslösen. Daher werden die Bienen nach dem Honigschleudern für mehrere Tage 3 km weit weggesiedelt, um später wieder in der Nacht ins neue Heim zurück gebracht zu werden, wo sie sich frisch orientieren.
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