15.09.2016, 09:14 Uhr

Filmpremiere im Kino Kirchdorf – „Hilfe für Afrika“

Wann? 27.09.2016 18:00 Uhr

Wo? Kino Kirchdorf, 4560 Kirchdorf an der Krems AT
Robert Stöckler (Foto: Privat)
Kirchdorf an der Krems: Kino Kirchdorf | Am Dienstag, 27. September 2016, um 18 Uhr, gibt es eine Premiere des Filmes „Hilfe für Afrika“. Es handelt sich dabei um eine Dokumentation des Entwicklungsprojektes von Robert Stöckler, der sich fünf Jahre für die Menschen in Guinea in Westafrika eingesetzt hat. Die Film-Dokumentation wurde von Franz Limberger vom Filmkreis Kremstal gestaltet.

Afrika ist wie die Oberfläche eines trüben Sees. Du kannst nicht auf den Grund sehen. Selbst Leute, die den See kennen, werden Dir gegenteilige Aussagen machen über die Tiefe des Wassers. Du kannst nicht wissen, ob es Steine unter der Oberfläche gibt, oder ob das Krokodil unter den Büschen lauert.

Robert Stöckler hat im Jänner 2015 seine Projektdokumentation in Buchform veröffentlicht. „Was zunächst wie ein Abschlussbericht gedacht war, ist zu einer kritischen und fragenreichen Auseinandersetzung mit Zusammenarbeit im Allgemeinen und menschenorientierter Entwicklungszusammenarbeit im Besonderen geworden.“ schreibt Prof. Dr. Klaus Zapotoczky im Vorwort.

Charles Dickens, der von 1812 bis 1870 gelebt hat, beschreibt das Leben der Armen. Eine zum Teil drastische Schilderung von Kinderarbeit, Verbrechen und Massenarmut zur Zeit der Frühindustrialisierung. Eine breite Bevölkerungsschicht war nicht mehr in der Lage, für das eigene Auskommen zu sorgen.

Bevor Robert Stöckler sein Projekt gestartet hat, sah es in Guinea noch so aus, wie seinerzeit um 1838 in England. Und er sagt, dass es heute, sieben Jahre später, in Guinea für das einfache Volk noch ganz genauso aussieht wie seinerzeit für Oliver Twist & Co: keine Medikamente, keine Spitäler, keine regelmäßige Ernährung, keine Schulen, keine bezahlte Arbeit, keine Sicherheit, keine persönliche Autonomie.

Nun wurde nach fast zweijähriger Arbeit am Projekt eine sehr interessante Filmdokumentation geschaffen. Sie ist spannend, informativ, kurzweilig und führt einem in kurzer Zeit die Mühen und Herausforderungen in der Entwicklungszusammenarbeit sehr plastisch vor Augen. Gibt einen spannenden Einblick in eine ziemlich überforderte, korrupte Welt und informiert über die Ergebnisse aus dem Projekt.

Über die Stärkung des Bewusstseins, die Übernahme des Schulgeldes für bis zu 130 Mädchen, die Errichtung und Installierung der Österreichischen Schule in Conakry, die französische Schule in Baro, die Beiträge zu Gesundheit und Ernährung. Außerdem wird über die Anschaffung eines Fischerbootes und den Umgang mit Solarenergie berichtet.
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