21.06.2014, 12:31 Uhr

Vom Bürojob zur Babysprache

Elisabeth Brandecker vermittelt bei der Zwergensprache singend, beim Freispielen und mit Hilfe von diversen Spielsachen die verschiedenen Gesten. Hier zeigt sie das Zeichen für "Baby". Foto: Teresa Penzenauer

Elisabeth Brandecker wollte sich beruflich verändern und entdeckte zufällig ihre Leidenschaft für die Arbeit mit Kleinkindern und deren Eltern.

GARSTEN. Elisabeth Brandecker (29) aus Tinsting hatte ursprünglich die HLW absolviert und nach der Matura in verschiedenen Bürojobs gearbeitet. Irgendwann war ihr die Büroarbeit jedoch zu eintönig und sie begann sich im Internet nach Alternativen umzusehen.
"Durch einen Suchmaschineneintrag stieß ich zufällig auf das Babyschwimmen und die dazugehörige Ausbildung“, erzählt die junge Frau. Sie absolvierte den Kurs in ihrer Freizeit und ist seit 2008 als geprüfte ABA Baby- und Kleinkinderschwimm-Instruktorin für die Region Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf an der Krems tätig.
„Beim Babyschwimmen gewöhnen wir die Kinder vorsichtig ans Wasser. Die Mütter lernen, wie man die Kinder richtig hält und die verschiedenen Schwimmhilfen werden vorgestellt“, erläutert die Garstnerin einige Inhalte des Kurses.

Zwergensprache setzt auf Gestik

Durch ihren Neffen wurde sie einige Jahre später auf die „Zwergensprache“ aufmerksam. Diese Zeichensprache ist an die Gebärdensprache angelehnt und ermöglicht eine bessere Verständigung zwischen Kleinkindern und Eltern. „Ich habe Ende 2010 mit meinem Sohn Niklas einen Zwergensprachkurs besucht, erwartete mir aber nicht viel davon“, erinnert sich Brandecker an ihre anfängliche Skepsis. „Kinder brauchen ungefähr zwei bis drei Jahre, bis sie die notwendige Muskulatur entwickelt haben, um sich verbal richtig ausdrücken zu können. Mit der Babyzeichensprache wird dieser Prozess unterstützt und gefördert“, so Elisabeth Brandecker.
Spielerisch werden den Eltern und Kindern die Zeichen nähergebracht, zwei bis drei Gebärden pro Kurseinheit. Hunger, Durst, Milch, Ente, Ball, mehr – all das sind Begriffe, die in der Zwergensprache gestisch umgesetzt werden.
Ihr Sohn Niklas begann nach und nach immer mehr Zeichen zu verwenden und überzeugte Elisabeth Brandecker schließlich. 2012 ließ sie sich selbst bei Vivian König in Deutschland zur Kursleiterin für Zwergensprache ausbilden. Im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren ist eine Teilnahme sinnvoll. Spätestens wenn das Baby beginnt selbständig auf Dinge zu deuten, ist es reif für die Zwergensprache.

Neue Kurse ab Herbst 2014

Brandecker, die im Juni 2014 ihr zweites Kind erwartet, wird ab Herbst 2014 wieder Kurse anbieten. Außerdem befindet sie sich gerade in der Ausbildung zur Trageberaterin und auch zum Burzzi Dance Coach. Beim Burzzi Dance tanzen die Mütter mit ihren Babys im Tuch oder in der Babytrage zu Hip-Hop oder Salsa-Musik, die rhythmischen Bewegungen sollen der Entspannung dienen. Auch in diesen Bereichen möchte Brandecker ab Herbst Kurse und individuelle Workshops anbieten. Ihr Traum ist es nämlich, nach der Karenz nicht mehr täglich acht Stunden vor dem PC sitzen zu müssen, sondern aktiv mit und für Kinder und Eltern zu arbeiten. Durch Aus- und Weiterbildungen im In- und Ausland erhält sie ihre jährliche Zertifizierung in den verschiedenen Bereichen.

Kontakt & Infos:
Tel.: 0650/2896358
E-Mail: elisabeth.brandecker@babyzeichensprache.com
Homepage von Elisabeth Brandecker
Infos Burrzi Dance
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