08.03.2016, 15:15 Uhr

Hausärztenotdienst: Zwischenbilanz ist erfreulich

Dr. Angelika Reitböck und Franz Leisch mit dem Einsatzfahrzeug für den Hausärztenotdienst (HÄND). (Foto: Foto: OÖRK/Kirchdorf)

Freiwillige Mitarbeiter als Fahrer für den Hausärztenotdienst (HÄND) werden noch gesucht.

KIRCHDORF (sta). „Der Haus-ärztenotdienst ist in den ersten zwei Monaten sehr gut angelaufen. Wir haben sowohl durch die Ärzte als auch von den Patienten positive Rückmeldungen“, sagt Angelika Reitböck, ärztliche Referentin des Roten Kreuzes. Die Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz und den diensthabenden Hausärzten funktioniert reibungslos. „Für uns ist es auch wichtig, dass die diensthabenden Hausärzte so auch einen Einblick in unsere Arbeit bekommen“, betont Bezirksgeschäftsleiter Franz Leisch. „Mitunter werden aus hausärztlichen Einsatzfahrten auch Notfälle vor Ort und da ist es von Vorteil, wenn vom Roten Kreuz jemand dabei ist“, erklärt Reitböck.
Die hausärztliche Bereitschaftsnummer 141 bewährt sich, da die Patienten mit dem diensthabenden Arzt sofort einen Ansprechpartner haben. Früher war es gelegentlich schwierig, einen Arzt außerhalb der Ordinationszeiten zu erreichen. Besonders dann, wenn Dienste getauscht wurden oder der diensthabende Arzt in einer Gegend im Einsatz war, wo der Handyempfang nicht funktionierte. Erfreulich ist auch, dass sich am Hausärztenotdienst alle Hausärzte beteiligen beziehungsweise einen Vertretungsarzt einteilen.
„Es wurden in zwei Monaten mit dem Einsatzfahrzeug 7500 Kilometer zurückgelegt und im gesamten Bezirk 330 Visiten durchgeführt. Das ergibt am Tag durchschnittlich 8,3 Ausfahrten und in der Nacht drei“, verweist Franz Leisch auf die Statistik. „Besonders erfreulich für die Patienten ist, dass O-berösterreich das einzige Bundesland ist, das eine derartige Rundumversorgung bietet“, betont Reitböck.

Freiwillige gesucht

Um eine gute Versorgung auch weiterhin zu sichern, sucht das Rote Kreuz dringend freiwillige Mitarbeiter mit Führerschein B als Fahrer für den Ärztenotdienst. Für Freiwillige (zwischen 20 und 65 Jahren) ohne gültige Rettungssanitäterausbildung sind folgende Voraussetzungen erforderlich: Erste Hilfe Grundkurs (16-stündig), das Basisseminar „Wir sind das Rote Kreuz“, eine umfassende Grundeinschulung, Erste Hilfe-Erfolgskontrolle, zwei HÄND-Dienste und die Ausbildung zum sicheren Einsatzfahrer. Die Dienstverpflichtung beträgt 120 Stunden im Jahr, das ist ein Dienst im Monat, wünschenswert wären zwei Dienste pro Monat. Dazu kommt die Verpflichtung zu einer Weiterbildung zwei Mal pro Jahr. Wenn Sie mitarbeiten möchten, melden Sie sich bei der Bezirksstelle Kirchdorf unter 07582/63581-20.
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