13.04.2016, 09:24 Uhr

Historischer Fund im Theater am Tötenhengst

Historischer Fund aus dem Jahr 1835 (Foto: Privat)
KREMSMÜNSTER (sta). Im Zuge der Sanierungsarbeiten des Theaters am Tötenhengst wurde in einer Zwischendecke eine bedeutende Entdeckung gemacht. Ein von Hand geschriebenes Rollenbuch aus dem Jahre 1835!
Der Fund stammt aus der Zeit, in der noch Theatergründer Joseph Ferdinand Margelik (Marktrichter und Schokoladenfabrikant) selbst die Geschicke des Theaters lenkte. Damit markiert das historische Dokument eine für das Theater bedeutende Zeit. Joseph Ferdinand Margelik hatte es nach 20 Jahre engagiertem Wirken geschafft, die finanziellen Aufwendungen für die Gründung des Theaters zu begleichen und nahm diesen Zeitpunkt zum Anlass, dem Verein die ersten Statuten zu geben: „Schon vor vielen Jahren hatten mehrere Menschenfreunde sich vereiniget eine Schaubühne zu errichten, um dadurch die Bildung junger Menschen zu begründen und zugleich den wohltätigen Endzweck, die Unterstützung armer Schüler zu erreichen. (...) “Auch Josef Assam (Seifensieder, Marktrichter und Bürgermeister) gehörte zu den Gründungsmitgliedern und Ausschussobmännern dieser Zeit. Bei dem Fund handelt es sich um mehrere einzeln gebundene, von Hand geschriebene Hefte, die den Rollen des Stückes entsprechen. Die Namen der Schauspieler, die Besetzung und einfache Regievermerke sind fein säuberlich vermerkt und dokumentieren damit die Gründungszeit. Ob es sich um die Handschrift des Gründers handelt ist offen. Sicher ist, dass dieser Fund neben dem historischen Theatervorhang nun das älteste erhaltene Originaldokument des Theaters am Tötenhengst ist, das vor fast 200 Jahren als Zeitzeugnis des Wirkens von den Gründungsmitgliedern für nachfolgende Generationen hinterlassen wurde.
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