29.03.2016, 15:27 Uhr

Muster-Bauernhof aus Hinterstoder mit Sicherheitsplakette ausgezeichnet

(Foto: Maschinenring)

Ein landwirtschaftlicher Musterbetrieb aus dem Bezirk Kirchdorf wurde kürzlich mit der Sicherheitsplakette der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) ausgezeichnet.

HINTERSTODER. Das Ehepaar Johanna und Anton Hackl, vulgo „Gausrab“ in Hinterstoder, erhielt von Josef Striegl, Direktor der SVB OÖ, im Rahmen der Generalversammlung des Maschinenringes Kremstal-Windischgarsten Plakette und Urkunde überreicht.

Hackl ist engagierter und umsichtiger Ortsbauernobmann, seine Gattin Ortsbäuerin in Hinterstoder. Sie stellen sich in ihren verantwortungsvollen ehrenamtlichen Aufgaben nicht nur engagiert in den Dienst der Bauernschaft, sondern gehen auch in Fragen der Unfallverhütung und Arbeitssicherheit mit gutem Beispiel voran.
Erste Gratulanten waren BBK-Obmann Franz Karlhuber und Bezirksbäuerin Sonja Kiniger.


Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein

Die Sicherheitsplakette ist Ausdruck für hohe Kompetenz und vorbildhaftes Verantwortungsbewusstsein, hob Striegl bei der Verleihung hervor. Voraussetzung für dieses besondere Gütesiegel ist, dass der Betrieb keinerlei sicherheitstechnische Mängel aufweist und auch im Hinblick auf Ordnung, Sauberkeit und Hofraum­gestaltung vorbildlich ist.

Es zahlt sich aus, etwas für die Sicherheit am Hof zu tun. Das Unfallrisiko auf den Bauernhöfen mit einer Plakette ist um bis zu 80 Prozent geringer als bei anderen Betrieben. Positive Effekte sind neben der Senkung von Unfallfolgekosten, die Senkung des Haftungsrisikos für die einzelnen Betriebe, die Sicherung der Lebensqualität sowie eine wertvolle Imagebildung für die Landwirtschaft.

Im Rahmen der SVB-Aktion „Sichere Bauernhöfe“ werden kostenlose Sicherheitschecks durch Experten durchgeführt. Im Beratungsgespräch werden viele Vorschläge zur Beseitigung von Gefahrenstellen und Sicherheitsmängeln unterbreitet. Es gibt viele Informationen und Anregungen, wie die Sicherheit am Bauernhof weiter verbessert werden kann. Wichtige Maßnahmen in der Praxis sind unter anderem die Anbringung von Geländern, Handläufen und Abdeckungen von Gefahrenstellen, Schutzabdeckungen bei gefährlichen Maschinenteilen, z.B. Gelenkwellen, Mähwerk, eine ordnungsgemäße elektrische Anlage, eine entsprechende Schutzausrüstung für die Waldarbeit, Erste-Hilfe-Kästen, überall eine ausreichende Beleuchtung und vieles andere mehr.

Eigenregie und Geschick

Viele Sicherheitsmaßnahmen werden mustergültig in Eigenregie umgesetzt. Dabei kommt den Bauern ihr handwerkliches Geschick und Know-how zugute. Auch die künftigen Übernehmer – oft landwirtschaftliche Facharbeiter und angehende Meister – sind dabei immer wieder voll eingebunden und mit Feuereifer bei der Sache, geht es dabei doch um den Schutz der gesamten Familie.

Es gibt nur Gewinner

Auch wenn jemand nicht alle Kriterien für die Sicherheitsplakette erfüllt, profitiert er: Jeder Teilnehmer gewinnt durch die Beratung ein Mehr an Sicherheit und damit Gesundheit für sich und seine Familie.
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