27.09.2016, 14:50 Uhr

Stadtoriginal feiert seinen 50er

Kurt Hochhauser mit seiner Frau Waltraud, Tochter Sonja und Enkerl Tabea, die das Pferd auch ins Herz geschlossen hat.

Generationen sind mit dem Hochhauser-Schaukelpferd groß geworden

KIRCHDORF (sta). Nur wenige Menschen sind aufgewachsen ohne zu Hause, in der Schule oder bei Oma und Opa zumindest einmal einen wilden Ausritt auf dem Schaukelpferd gemacht zu haben. Ein ganz besonderes Exemplar steht bei Hochhauser Schuhe am Rathausplatz im Kirchdorfer Stadtzentrum – und das bereits seit 50 Jahren. Über Jahrzehnte konnte man um einen Schilling eine Minute lang auf dem elektrisch angetriebenen Spielzeug "ausreiten". 2002 wurde auf 20 Cent-Münzen umgerüstet.
„Es kommt schon mal vor, dass Kinder weinen, wenn das Pferd mal nicht vor dem Eingang steht“, so Kurt Hochhauser, der das mechanische Pferd unzählige Male repariert hat. „Vor Jahren hat der Motor nicht mehr funktioniert. Da auch keiner mehr aufzutreiben war, hat Josef Gebeshuber von der Firma G-Tech, ein Freund von mir, kurzerhand einen Motorenlieferanten beauftragt, einen geeigneten Antrieb zu bauen." Nach Geschäftsschluss kommt das Pferd in den „Stall“, um es vor Nachtschwärmern und Beschädigungen zu schützen. "Ich kann mir unser Geschäft ohne das Pferd gar nicht vorstellen und möchte, dass es auch die nächsten 50 Jahre überlebt", so Geschäftsführerin Waltraud Hochhauser. Bürgermeister Wolfgang Veitz ist das Polyester-Pferdchen ebenfalls ans Herz gewachsen. "Es hat in den vergangenen 50 Jahren nichts von seinem Reiz und seiner Beliebtheit verloren. Man kann wirklich sagen, dass es mittlerweile ein Kirchdorfer Stadtoriginal ist."
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