19.04.2016, 14:16 Uhr

Stiftsort bekommt Umfahrung

Der Schwerverkehr wird noch einige Zeit über den Stiftsberg Richtung Sattledt zur Autobahnauffahrt rollen.

Ortsumfahrung: Neun Millionen-Projekt in Kremsmünster soll so schnell wie möglich realisiert werden.

KREMSMÜNSTER (sta). Etwa 10.000 Fahrzeuge am Tag werden auf der Bundesstraße derzeit durch Kremsmünster gezählt. Der Wert der ausgestoßenen Abgase im Ortszentrum liegt deutlich über dem in Österreich gültigen Grenzwert. Das ergab eine Luftmessung die über das gesamte letzte Jahr durchgeführt wurde. "Das ist nur eine Bestätigung dafür, was wir ohnehin gewusst haben", sagt Bürgermeister Gerhard Obernberger. "Wir müssen enge Kreuzungsbereiche entlasten. Der Durchzugsverkehr, insbesondere der Schwerverkehr, muss weg aus dem Zentrum. Viele nutzen die Route über den Stiftsberg Richtung Sattledt, um am schnellsten Weg auf die Autobahn zu gelangen."
Bereits seit 2012 gibt es Gespräche, wie eine Verkehrsberuhigung stattfinden könnte. Vor zwei Jahren wurde im Auftrag des Landes OÖ eine Studie erstellt, die drei Varianten einer gut zwei Kilometer langen Ortsumfahrung ausweist. "Eine davon schließe ich aber aus. Die restlichen zwei führen über den Sandberg, Richtung Ried", so Obernberger. Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde das Thema "Ortsumfahrung" mit allen Fraktionen intensiv diskutiert. Fazit: Die TU Graz (Technische Universität) soll beauftragt werden, mögliche Varianten und deren Auswirkungen zu untersuchen. "Ich erwarte mir eine Grundlage für eine sachliche Diskussion. Wenn man schon Natur verbaut, dann soll die bestmögliche Lösung gefunden werden", so der Ortschef.

Kosten: Neun Millionen

Profitieren soll vom Projekt die ganze Bevölkerung der Gemeinde, die mit etwa 6500 Einwohnern auch die größte des Bezirkes ist.
Wie lange es tatsächlich noch dauern wird, bis Kremsmünster umfahren werden kann, steht in den Sternen. "Natürlich möchten wir das Projekt so schnell wie möglich realisieren. Wir sind aber erst am Anfang. Die Finanzierung von etwa neun Millionen Euro muss noch geklärt werden und auch mögliche Grundablösen stehen uns noch bevor", so Gerhard Obernberger.
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Franz Staudinger aus Kirchdorf | 19.04.2016 | 14:17   Melden
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