21.06.2016, 13:31 Uhr

Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit

Julia Bauer, Leiterin des AMS in Kirchdorf (Foto: pixelkinder.com)

Ältere Personen sind nach wie vor von massiver Arbeitslosigkeit betroffen.

BEZIRK (sta). Eine gute Ausbildung ist nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern weiterhin der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Die geschätzte Arbeitslosenquote des Bezirkes Kirchdorf lag Ende Mai 2016 bei 4,6 Prozent - das sind 1099 Personen, die auf der Suche nach einem Job sind. Lediglich etwa zehn Prozent davon sind Menschen mit einer höheren, beziehungsweise akademischen Ausbildung. Über 42 Prozent verfügen hingegen nur über einen Plichtschulabschluss.
Ein weiterer "Job-Killer" ist das Alter. 333 Menschen ohne Arbeit sind über 50. Diese Gruppe wird immer größer. Das weiß auch Julia Bauer, Leiterin des Arbeitsmarktservice in Kirchdorf. "Im Bezirk gibt es bei den über 50-Jährigen einen Zuwachs von 19 Prozent, bei den über 60-Jährigen sind es gar 28 Prozent. Das stimmt mich schon sehr nachdenklich, wenngleich wir mit Förderungen einiges kompensieren können. Wir haben heuer schon über 377.000 Euro an Eingliederungsbeihilfen für ältere Arbeitssuchende an die Unternehmen ausbezahlt. Fehlende Ausbildungsabschlüsse verschärfen die Betroffenheit leider zusätzlich."
Daher ist eine Ausbildungsgarantie für die AMS-Chefin besonders wichtig. Sie kann verhindern, dass Jugendliche in dieser Problematik hineingezogen werden. "So stehen im Bezirk Kirchdorf und durch bezirksübergreifende Kooperationen über 120 Plätze für Jugendliche zur Verfügung, die keinen Lehrplatz gefunden haben und nun überbetrieblich qualifiziert werden. Findet sich ein Unternehmen, das die Jugendlichen in eine reguläre Lehre übernimmt, ist das jederzeit möglich", so Bauer.
2016 hat das AMS Kirchdorf Unternehmen mit Lehrstellenförderungen in der Höhe von mehr als 192.000 Euro unterstützt.
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