29.06.2016, 11:25 Uhr

Greiner punktet mit neuem Computertompgraphen

Übergabe des neuen Zeiss Computertomographen bei Greiner Packaging in Kremsmünster: Wolfgang Farnady (links), Geschäftsführer Carl Zeiss Industrielle Messtechnik Austria und Franz Reitbauer, Geschäftsführer Greiner Packaging Austria. (Foto: Greiner Packaging International)

Neues berührungsloses Messverfahren garantiert schnelle und präzise Prüfergebnisse

KREMSMÜNSTER (sta). Mit 1. Juli nimmt Greiner Packaging am Standort Kremsmünster einen Zeiss- Computertomographen offiziell in Betrieb. Die neue Messtechnik mittels X-Ray ist nicht nur schneller und genauer, sondern verzichtet auch gänzlich auf das direkte „Abtasten“ der oft empfindlichen Kunststoff-Messteile.

Erfolgte das Messverfahren bisher mittels Taster, setzt die neue Technologie auf X-Ray und ist damit vollkommen berührungslos. „Die dünnwandigen Messteile aus Kunststoff werden dadurch nicht einmal mehr minimal verformt. Zusätzlich ermöglicht der Computertomograph eine bis zu hundert prozentige Reproduzierbarkeit und Wiederholgenauigkeit“, erklärt Franz Reitbauer, Geschäftsführer bei Greiner Packaging. Wurden bis jetzt Bauteilfehler wie Porositäten nur erkannt, können sie mit Hilfe der Computertomographie bezüglich ihrer Größe und ihrer Lage im Bauteil genau ausgewertet werden. Eingesetzt werden die 3-D-Ergebnisse des Computertomographen in den Anwendungsbereichen Porositätsanalyse, Montagekontrolle und der messtechnischen Überprüfung aller Maße. Der große Vorteil: Der Computertomograph vereint verschiedene Mess- und Prüfmethoden in einem einzigen Verfahren, früher mussten davor unterschiedliche Messmethoden mit mehreren Maschinen verwendet werden. Das spart Zeit: Die neue Methode ist um das dreifache schneller als die bisherige Technik und zusätzlich hundert Prozent präzise – und das auch an mehreren Stellen des Artikels. Ein weiterer Pluspunkt: Mehrere gleiche Teile können auf einmal gemessen und überprüft werden.

Vollautomatische Arbeitsweise
Die 3-D-Werkstückprüfung erfolgt vollautomatisch, die Prüfergebnisse sind durch die Verwendung innovativer Auswertsoftware anwenderunabhängig. Weiters werden die Prüfergebnisse automatisch visualisiert und an der jeweiligen Maschine vor Ort angezeigt. Auch Kavitäten-Nummern auf den Messteilen werden automatisch erkannt und müssen nicht mehr manuell eingegeben werden. Prüfergebnisse werden nachvollziehbar dokumentiert und archiviert. „Es handelt sich dabei um die Messtechnik der Zukunft und wir freuen uns, auf diese Möglichkeit am Standort Kremsmünster zurückgreifen zu können“, betont Reitbauer. Greiner Packaging ist das erste Unternehmen, das das Verfahren im Bereich Lebensmittelverpackung zur Anwendung bringt. Qualitätsmanagement wird durch diese Zukunftstechnologie auf das nächste Level gehoben.
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