18.07.2016, 15:00 Uhr

Besseres Gehalt am BKH St. Johann

Durch die Gehaltsreform wird es zu wesentlichen Mehraufwendungen am BKH kommen.

Mehraufwendungen am BKH St. Johann nach Gehaltsreform; bisher positives Ergebnis.

ST. JOHANN/TIROL (niko). Wie berichtet wird es eine Gehaltsreform im Tiroler Spitalswesen geben. Ärzte und Pflegeperson erhalten ein zeitgemäßes und attraktiveres Entlohnungssystem. Es wird auch Einmalzahlungen für Ärzte geben, die im alten Gehaltsschema bleiben wollen. Für die Gesamtanpassung im ärztlichen Bereich stellen Land Tirol und die Gemeindeverbände 26 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

Die Reform trifft naturgemäß auch das Bezirkskrankenhaus St. Johann. Für die Nachzahlung aus der Neufestlegung des Vorrückungsstichtages für Ärzte und Pfleger sind laut Modellrechnung (Zeitraum November 2014 bis Dezember 2016) 1,71 Millionen Euro nötig und bereits budgetiert, wie Krankenhausverbandsobmann Bgm. Paul Sieberer berichtet. Dieser Zusatzaufwand wird vom Land Tirol mit 50 % gestützt. "Nachdem dies erledigt ist, kommt es durch die Reform zu einer Mehrbelastung am BKH St. Johann von rund 800.000 Euro pro Jahr", so Sieberer – dies betrifft das gesamte Personal lt. Vertragsbedienstetengesetz.

Weiteres Thema sind die Arztgehälter. "Es gab bei uns bereits Einmalzahlungen, das wurde separat verhandelt. Gehälter sollen harmonisiert werden; für Anpassungen müssen wir zusätzlich rund 500.000 Euro bereitstellen. Bis zum Jahr 2019 ersetzt uns das Land für die Harmonisierung 50 % der Kosten", so Sieberer.

Dem BKH-Obmann sind auch Benachteiligungen des St. Johanner Verbands gegenüber anderen Spitälern ein Dorn im Auge. "Da werden wir uns wehren und in einer neuen Arbeitsgruppe argumentieren", so Sieberer.

Einem geplanten Spitalsholding-Modell steht er kritisch gegenüber. "Wir wollen unsere Eigenständigkeit erhalten; es gibt bereits gute Zusammenarbeit mit anderen Häusern und Synergien bei Beschaffungsvorgängen. Im Haus wird gute Arbeit geleistet, das Klima im BKH ist wieder sehr gut." Das BKH St. Johann war zuletzt das einzige Tiroler Spital mit positivem Ergebnis. Für 2016 wird ein Defizit erwartet. Nicht zuletzt durch die Gehaltsreformen.
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