23.03.2016, 13:58 Uhr

Einigung bei Hausapotheken, Ärzte fehlen

Die Situation bei Hausapotheken für niedergelassene Ärzte wird verbessert. (Foto: MEV)

Ein wichtiger Schritt zur Sicherung der ärztlichen und medikamentösen Versorgung im ländlichen Raum.

TIROL/BEZIRK (bp/niko). „Diese Entscheidung ist eine äußerst positive für die Patienten im ländlichen Raum“, zeigt sich NR Josef Lettenbichler über die Einigung nach einem jahrelangen Diskurs über die Hausapotheken erfreut. Mit einem im Nationalrat eingebrachten Antrag wird sichergestellt, dass für die Übernahme einer Hausapotheke eine Entfernung von vier Kilometern bis zur nächsten öffentlichen Apotheke gegeben sein muss.

Bislang galt hier die 6-Kilometer-Grenze. „Dieser längst überfällige Schritt hilft nicht nur den Ärzten, sondern vor allem auch den Patienten. Gerade ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität hatten oft Schwierigkeiten, ihre Medikamente zu erhalten“, so Lettenbichler.

Neueröffnung

„Zudem wird es zukünftig für einen Landarzt möglich sein, eine Hausapotheke auch dann zu eröffnen, wenn es in der Gemeinde bereits eine Apotheke gibt. Voraussetzung dafür ist eine Entfernung von sechs Kilometern zwischen den beiden Apotheken. Diese Regelung hilft in erster Linie flächenmäßig großen Gemeinden“, so Lettenbichler.

Ärzte Mangelware

Währenddessen bleiben auch im Bezirk Kitzbühel Arztstellen unbesetzt. In Brixen fehlt ein Allgemeinmediziner, in St. Johann wird ein Augenarzt gesucht und in St. Johann oder Kitzbühel sollte ein Kinderarzt aktiv werden.
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