29.08.2016, 14:47 Uhr

Geduldsprobe in Kitz: St. Johanner Straße wird nun zur Baustelle

Die Generalsanierung der St. Johanner Straße in Kitzbühel wird ab 5. September zur Nervenprobe. (Foto: Kogler)

Seit einiger Zeit schon laufen die Gespräche und Planungen, ab 5. September wird es ernst.

KITZBÜHEL. Die B161 Paß-Thurn-Straße (St. Johanner Straße) im Ortsgebiet von Kitzbühel wird ab Montag (5. Sept.) zwischen der Kreuzung Lebenbergtunnel/MPreis und dem ÖAMTC Kitzbühel saniert. 840 Meter der Straße sollen bis Ende Juni 2017 (Winterpause Dezember 2016 bis März 2017) in neuem Glanz erstrahlen. Im Bauvorhaben stehen sowohl der Asphalt, die Frostschutzschicht, die Gehsteige und Randsteine und die Oberflächenentwässerung des Straßenstückes. Weiters werden eine Wasserleitung der Stadtwerke und eine A1 Telekomleitung neu verlegt.

Start beim MPreis am 5. September

Geplant sind Bauabschnitte von jeweils 100 bis 150 Metern, beginnend beim MPreis. Ist ein Abschnitt fertig, wird der nächste von der Teerag-Asdag AG in Angriff genommen. Weiträumig angebrachte Hinweistafeln, etwa in Kirchbichl, Mittersill oder Zell am See, und regelmäßige Ankündigungen von langen Wartezeiten im Verkehrsfunk sollen den Durchzugsverkehr „abschrecken“. Große Transportunternehmen werden direkt angeschrieben und gebeten, andere Strecken zu wählen.

Vorhaben birgt riesiges Staupotenzial

Die Hauptverkehrsader der Stadt wird durch dieses Bauvorhaben vor eine große Herausforderung gestellt. Die Verantwortlichen, Land Tirol, Stadtgemeinde Kitzbühel, die Stadtwerke Kitzbühel und die A1 Telekom haben daher eine umfangreichen Bauplan entworfen. Hermann Huber, Straßenreferent der Stadt Kitzbühel: „Wir müssen hier pro-aktiv auf die Bürgerinnen und Bürger zugehen. Wir wissen, dass dieses Vorhaben ein riesiges Staupotenzial birgt.“
Konkret bedeutet das, dass wöchentliche Baubesprechungen stattfinden werden, in denen Interessierte Fragen stellen und sich über den Fortschritt der Sanierung informieren können. Da während der Bauarbeiten keine zweispurige Verkehrsführung möglich sein wird, wird der Verkehr größtenteils händisch geregelt werden. Montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr und samstags von 7 bis 15 Uhr werden die Autofahrer mittels Signalscheibe durch die Baustelle gelotst, zu allen anderen Zeiten soll eine „intelligente“ Ampel mit Restzeitanzeige den Verkehr regeln. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag und wenn nötig auch an Samstagen.
Das Land Tirol investiert rund 1,26 Mio. Euro in dieses Bauvorhaben, die Stadtgemeinde Kitzbühel ist mit 360.000 Euro, die Stadtwerke Kitzbühel mit 110.000 Euro und die A1 Telekom mit 70.000 Euro Finanzierungsleistung beteiligt.

Ausweichmöglichkeiten kaum vorhanden

Auch wenn Einigkeit darüber herrscht, dass die Sanierung dieses Straßenabschnittes längst notwendig ist und das Vorhaben genau geplant wurde, herrscht Ungewissheit, denn die Ausweichmöglichkeiten sind begrenzt und kleinräumig einfach nicht vorhanden.
„Genau in diesem Abschnitt fehlt ein Parallelnetz, um ausweichen zu können“, bringt Jürgen Wegscheider vom Baubezirksamt Kufstein das Problem auf den Punkt.
„Wir möchten jedoch alle eindringlich bitten, nicht über den Römerweg auszuweichen, da das gefährlich ist. Andernfalls wären wir gezwungen, auch hier Straßensperren durchzuführen“, fügt Huber hinzu.

Zweite Baustelle in St. Johann

Für all jene, die aus Richtung St. Johann in die Bezirkshauptstadt fahren müssen, bringt dieser Herbst noch eine weitere Herausforderung. Im Bereich der Unterführung bis zum Hofer (Salzburgerstraße) werden ebenfalls Sanierungsarbeiten durchgeführt, die ca. 1,5 Monate dauern werden. Wer sein Auto am Bahnhof St. Johann stehen lässt und mit der Bahn nach Kitzbühel fährt, spart sich während der kommenden Monate vermutlich Zeit und Nerven.

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