27.04.2016, 09:52 Uhr

Dauerhafter Verkehrslärm macht krank

Unter dem starken und zunehmenden Verkehrslärm leiden auch die Tiroler. (Foto: MEV)

Tag gegen Lärm: 110.000 Tirolerinnen leiden unter dem Verkehrslärm

TIROL/BEZIRK KITZBÜHEL (niko). Rund 110.000 TirolerInnen leiden in ihrem Wohnbereich unter dem Lärm des Straßenverkehrs, macht der VCÖ anlässlich des "Tags gegen Lärm" aufmerksam.

"Verkehrslärm ist nicht nur ein Ärgernis, Verkehrslärm macht krank", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Insgesamt geben rund 250.000 TirolerInnen an, dass sie in ihrer Wohnung tagsüber oder in der Nacht unter zu viel Lärm leiden. Laut Daten der Statistik Austria wird mehr als die Hälfte davon durch Verkehrslärm gestört, weitere Lärmquellen sind Baustellen, Lokale, Nachbarn oder Freizeit- und Tourismuseinrichtungen.

Innerhalb Tirols gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land, so der VCÖ. So geben im Tiroler Oberland nur rund 20 Prozent an, unter zu starkem Lärm zu leiden, im Unterland geben rund 70 Prozent der lärmbelasteten Bevölkerung den Verkehr als Hauptverursacher an.

Innerhalb des Verkehrs ist der Kfz-Verkehr die größte Lärmquelle, macht der VCÖ aufmerksam. Rund 80 Prozent der Personen, die unter Verkehrslärm leiden, geben als Ursache Lkw, Pkw, Mopeds oder Motorräder an.

"In den letzten Jahren hat der Lkw-Verkehr besonders stark zugenommen. Neben der starken Schadstoffbelastung verlärmen die Transit-Laster die Regionen", so Gansterer. Der VCÖ begrüßt daher das sektorale Fahrverbot. Darüber hinaus braucht es aber auch noch weitere Maßnahmen.
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