18.05.2016, 11:53 Uhr

Projekte für eine umweltfreundliche Mobilität beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol gesucht

292 Millionen Liter Sprit tanken Tirols Autofahrer in Summe pro Jahr. (Foto: MEV)

Tirols Autofahrer tanken im Schnitt 850 Liter Sprit pro Jahr

TIROL/BEZIRK. Rund 292 Millionen Liter Sprit fließen pro Jahr in die Autos der Tiroler Haushalte. Beim Verbrennen des Sprits werden rund 740.000 Tonnen CO2 verursacht. Der VCÖ sucht daher beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol Projekte für eine umweltfreundliche und erdölfreie Mobilität. Noch bis 5. Juni können Projekte beim VCÖ eingereicht werden.

Rund 385.000 Pkw fahren mit Tiroler Kennzeichen, rund 343.000 davon werden von den privaten Haushalten gefahren, berichtet der VCÖ. Der Rest sind betrieblich genutzte Pkw. Im Schnitt werden für ein Auto laut Daten der Statistik Austria 850 Liter pro Jahr getankt. In die Tiroler Diesel-Pkw fließen durchschnittlich 930 Liter pro Jahr, in die Tanks der Benziner 735 Liter.


Umstieg auf Energie ohne Erdöl

Um die Erhitzung der Erde auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, wurde beim Klimavertrag von Paris der Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050 beschlossen. "Unser Verkehrssystem muss bis spätestens 2050 ohne Erdöl funktionieren. Dieses Ziel ist erreichbar, aber nur wenn sich alle anstrengen und der Innovationsgeist, den es im Land gibt, genutzt wird. Deshalb führen wir den VCÖ-Mobilitätspreis durch, bei dem vorbildliche Projekte für eine umweltfreundliche Mobilität gesucht sind", ruft VCÖ-Experte Gansterer zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis Tirol auf.

Alternative Mobilitätskonzepte

Aufgerufen zur Teilnahme sind alle Akteure, die es im Verkehrsbereich gibt.
"Die Herausforderungen für eine umweltfreundliche Mobilität sind am Land andere als in den Städten. Beiden gemeinsam ist aber, dass der Öffentliche Verkehr, das Radfahren und zu Fuß gehen einen viel größeren Anteil an der zukünftigen Mobilität haben müssen als heute. Auch Carsharing und die Elektro-Mobilität sind zu forcieren", betont VCÖ-Experte Gansterer. Wichtig bei der E-Mobilität: Die gesamte Bandbreite ist zu berücksichtigen, vom Öffentlichen Verkehr über Elektro-Fahrräder, E-Mopeds, E-Transportern bis hin zum E-Auto. "Die Mobilität der Zukunft soll auch platzsparend sein", so VCÖ-Experte Gansterer.

Bis 5. Juni können Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol eingereicht werden. Eine Fachjury bewertet die Projekte. Das beste Projekt Tirols wird im September von VCÖ, LH-Stv. Ingrid Felipe und den ÖBB ausgezeichnet.
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