21.05.2016, 00:00 Uhr

"Politisch agiere ich nicht!"

Bgm. Günther Resch (re.) mit Fritz Noichl und BPO Robert Wurzenrainer. (Foto: Archiv)

Interview mit dem neuen Bürgermeister in Jochberg, Günther Resch, zu ersten Eindrücken im Amt

JOCHBERG. Fünf neue Ortschefs im Bezirk sind im Amt. Wir baten Sie zum Interview. Diesmal: Günther Resch, Jochberg.

BEZIRKSBLATT: Ihr erster Eindruck vom - erfolgreichen - Wahlergebnis war?
RESCH: "Ich war sehr beeindruckt ,mit so großer Zustimmung habe ich nicht gerechnet.'"

Wie war die erste Zeit im Amt - Einarbeitung?
"Ich habe mich im Amt gleich sehr wohl gefühlt. Die Mitarbeiter sind sehr hilfreich und so konnte ich relativ schnell in die Gemeindearbeit finden. Auch im Gemeinderat sowie den einzelnen Ausschüssen konnten wir rasch die Arbeit aufnehmen. Die gute Stimmung im Gemeinderat ist spürbar und motiviert."

Wie agieren sie „partei-politisch“? Gibt es eine „Mutterpartei“ im Hintergrund bzw. ideologische Grundlagen für ihre politische Arbeit?
"Politisch agiere ich überhaupt nicht. Wir lösen Aufgaben im Team und versuchen immer sachorientiert zu handeln. Es ist weder mein Ansinnen noch ist es notwendig, politisch zu entscheiden."

Wie legen Sie das Amt an - haupt- oder nebenberuflich? Was sind Sie im Zivilberuf?
"Ich bin Zimmermeister und versuche beide Tätigkeiten mit Sorgfalt zu erledigen. Mein Ziel ist es, meine 30-jährige Berufserfahrung in der Privatwirtschaft zielführend für die Gemeinde Jochberg zu nutzen."

Welche wichtige Projekte stehen in Ihrer Gemeinde kurzfristig am Programm - was hat Priotiät in nächster Zeit bzw. was ist auch bereits budgetiert?
"Zwei Großprojekte wurden bereits in der vorigen Periode eingeleitet: die Verbauung des sogenannten 'Saukaserbaches' sowie die Beschaffung des Einheimischen-Wohngebiet 'Riesern'. Hier gilt es nun mit Sorgfalt und Gefühl die Finanzierung zu sichern und dann die sinnvolle Nutzung als Wohngebiet aufzubereiten."

Welche Projekte bzw. wichtige Vorhaben sollen längerfristig angepackt werden?
"Die Schaffung von Wohnraum für Jungfamilien ist mir sehr wichtig, hier haben wir Handlungsbedarf. Ebenso werden wir versuchen, behindertengerechtes Bauen zu fördern, um der älteren Generation möglichst lange die Möglichkeit zu geben, daheim zu wohnen."

Wie sieht die finanzielle Situation der Gemeinde aus?
"Wir haben ein Jahresbudget von 3,5 Mio. €. Unser Verschuldungsgrad liegt bei 23,97 % (mittlerer Verschuldungsgrad); dies sind jedoch sehr langfristige Darlehen, die zum größten Teil auf Kanalbauten beruhen."

Wie sehen Sie die Flüchtlingssituation für Ihre Gemeinde. Sind schon Flüchtlinge/Asylwerber hier aufgenommen worden?
"Wir sind bereits mit dem Thema beschäftigt. Noch hat die Gemeinde keine Asylwerber aufgenommen. Wir sind jedoch der Meinung, dass auch wir etwas dafür tun müssen. Die Quote von 1,5 % entspricht 23 Personen, das wird schwer erreichbar sein. Es wird bald eine Lösung geben, es wird jedoch noch etwas Zeit benötigt."

Gespräch: Klaus Kogler; Ende der Serie.
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