25.03.2016, 09:42 Uhr

Rasantes Comeback mit 190,476 km/h

"Ich bin überglücklich", strahlte der Sieger im französischen Vars. (Foto: privat)

Speedskier Günther Foidl feiert nach überwundener Krankheit Sieg in Vars

WAIDRING/VARS (niko). Der Weltmeister ist zurück! Günther Foidl (Skiclub Waidring) gewann in Vars den Downhill beim Speedski-Weltcup – und das nur kurz nach überwundener schwerer Krankheit. Im Downhill-Rennen (Kategorie mit Abfahrtsski und Skianzug) erreichte er 190,476 km/h. "Ich bin überglücklich, dass das geklappt hat", strahlte der Sieger in Frankreich.

Der 33-jährige Waidringer litt zuletzt am Löfgren-Syndrom; dieses wurde im BKH St. Johann rechtzeitig erkannt. Foidl saß im Rollstuhl und war bettlägrig. Ein Karriereende schien möglich. Doch er gab nicht auf, begann mit der Therapie und leichtem Training und kämpfte gegen die Krankheit an – und überwand sie. Letztlich mit einem grandiosen Comeback und dem Weltcupsieg. Zuvor war der bestandene ÖSV-Leistungstest Voraussetzung für einen Start.

Auf seiner "To-do"-Liste steht noch der Speedski-Downhill-Weltrekord, der bei 211,07 km/h liegt. Diese woll er beim Speed-Masters knacken; am ersten Tag erreichte er 201 km/h. Foidls bisherige Bestmarke: 208,33 km/h. Viel fehlt also nicht...
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Wissenschaftler & Weltmeister

Foidl, 1982 geboren, ist Wissenschaftler und Entwicklungsingenieur im Brotberuf und hat sich den Speedski-Downhill (in "normaler" Abfahrtsausrüstung) zum sportlichen Inhalt erkoren – und das höchst erfolgreich. Er war u. a. Weltcupgesamtsieger, Vize-Weltmeister und schließlich Weltmeister.
Foidl wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. vom ÖSV, der Republik Österreich und vom Land Tirol sowie seiner Heimatgemeinde.

Fotos Vars 2016: privat/ÖSV
Archivbilder: Kogler (Gondel), privat (Vars 2015)
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