09.03.2016, 15:16 Uhr

Vom Scheit zum Ski

Skiwunderteam aus Kitzbühel - historisches Aushängeschild des Alpinsports. (Foto: K.S.C.)

Historische Ski aus Holz; rasante Ski-Entwicklung ab 1900 auch in der Region Kitzbühel.

BEZIRK KITZBÜHEL/LEOGANG (niko). In Leogang finden seit mehreren Jahren Nostalgie-Ski-Weltmeisterschaften statt. Zuletzt (im heurigen Jänner) gewann Claudia Weitlander aus Hochfilzen einen Vizeweltmeistertitel, Andreas Höck aus Hopfgarten wurde Dritter in der stark besetzten Kategorie "Holzski mit Kante" (wir berichteten).

Mit Holz hat der moderne Ski zwar nicht mehr sehr viel zu tun, im historischen Rückblick jedoch sehr wohl. Das Wort "Ski" wurde im 19. Jahrhundert vom norwegischen Ski (Scheit, gespaltenes Holz, Schneeschuh) entlehnt und bezeichnet ein schmales, flaches Sportgerät, das vorwiegend paarweise zur gleitenden Fortbewegung auf Schnee dient.
Der berühmteste historische Skifund ist mit einem Alter von 4.500 Jahren datiert – der "Ski von Hoting" (Moor in Schweden). Es gab jedoch auch Funde von Skifragmenten in Russland, die auf ein Alter von 8.300 Jahren datiert wurden.

Als Ursprungsregion des Skifahrens gilt "Telemarken" in Norwegen. In österreich entstanden um die Jahrhundertwende erste Skivereine (u. a. 1901 am Arlberg, 1902 in Kitzbühel. )
Am 15. März 1893 gelingt Franz Reisch mit der Fahrt vom Kitzbüheler Horn die erste hochalpine Skiabfahrt Österreichs. Im ersten Heft der Zeitschrift „Der Schneeschuh“ vom 1. November 1893 schildert er seine Erlebnisse und liefert damit den ersten alpinen Skitext. Fotografien aus der Pionierzeit des Skisports in Kitzbühel liefert Josef Herold.
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