08.07.2016, 11:13 Uhr

"Angel Catching" - Kapital-Engel bieten bis zu 10 Millionen Euro

Harald Gohm (Standort Tirol), Stefan Sinnegger (Start-up PowUnity), LR Patrizia Zoller-Frischauf, Bernhard Sagmeister (aws) und Harald Oberrauch (Investor) (v. li.) beim zweiten "Business Angel Summit" in Kitzbühel.

Beim "Business Angel Summit" konnten die besten Start-ups des Landes auf die Jagd nach dem Kapital und dem "Know-how" großer Investoren gehen.

KITZBÜHEL. 100.000 bis 10 Millionen Euro hatten die Investoren in der Tasche, die beim zweiten "Business Angel Summit" am 7. und 8. Juli in Kitzbühel zu Gast waren, um jungen Unternehmern mit Erfahrung und viel Geld unter die Arme zu greifen.
Eine Fachjury hatte bis dahin aus 91 Einreichungen die 10 aussichtsreichsten Start-ups (aus den Bereichen Internet of Things, Industrieautomation und Logistik, Medizintechnik sowie Energietechnologie) ausgewählt, diese buhlten in Kitzbühel um die Gunst und das Kapital der Profis.

Tirol für Start-ups

LR Patrizia Zoller-Frischauf sieht in Tirol eine perfekte Infrastruktur und Plattform für diese Veranstaltung. "Tirol ist ein sehr guter Wirtschaftsstandort, mit Traditionsbetrieben und Neugründungen. Vergangenes Jahr hatten wir hier 2694 neue Unternehmen, das ist ein Plus von 11,4 %."
Dass Tirol nicht nur für den Tourismus, sondern ebenso für Industrie und Gewerbe ein idealer Standort ist, sieht sie auch durch die Forschungsstätten des Landes, wie Universitäten und Fachhochschulen bestätigt.

Geschwindigkeit zählt

"Kitzbühel wird mit dem "Business Angel Summit" ein Hotspot für die westliche Region werden", freut sich Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft, der Bundesförderungsbank, die mit dem Standort Tirol zusammen den "Business Angel Summit" organisiert. „Eine Veranstaltung“, so Sagmeister, „die wichtig ist, da vor allem auch Innovationszyklen in Zukunft immer kürzer werden. Es wird weniger Zeit für „trial and error“ (Versuch und Irrtum, Anm.) geben. Daher ist es wichtig, schnell an die richtigen Partner zu kommen.“

Internationale Investoren "catchen"

Ein Start-up, das beim „Angel Catching“ an das Kapital für den großen Karriereschub kommen will, ist „PowUnity“. Stafan Sinnegger von „PowUnity“ hatte mit seinen Kollegen die Idee, mittels Bluetooth verloren gegangenen Ski im Tiefschnee wiederfinden zu können. Sein Produkt „NerverLose“ könnte nun ebenso helfen, mit einem Alarmsystem Ski oder auch Fahrräder vor Diebstahl zu sichern. Sinneggers Kapitalbedarf für den Ausbau des Produktes in diese Richtung liegt bei 500.000 Euro. Die Investoren aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, den Niederlanden und den USA verfügen über das Kapital. Sie müssen nur „gefangen“ werden.

Infos: http://www.businessangelsummit.at
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