07.10.2016, 12:21 Uhr

Lob und Kritik für Dangl-Relief an Wirtschaftskammer

Klaus Lackner, Friedhelm Capellari, Marina Dangl, Jochen Burger vor dem Relief.
KITZBÜHEL (niko). Im Zuge des Neubaus der Wirtschaftskammer (nun: K3 KitzKongress) 2010 wurde ein sechsteiliges Figurenrelief aus Sandstein des bekannten Kitzbüheler Bildhauers Sepp Dangl abgenommen und eingelagert. Nun wurde es an einer Seitenwand des KitzKongress neu angebracht. Das Fries war 1973 ein Auftragswerk der Kammer gewesen (damaliger Wert 180.000 Schilling). Um die behutsame AbHebung und Lagerung des gewichtigen Kunstwerks im Jahr 2010 hatte sich Alt-Bgm. Friedhelm Capellari eingesetzt. Er kritisiert nun die Anbringung an der Seitenwand; es hätte bessere Plätze dafür gegeben. Dangl-Tochter Marina hingegen zeigt sich zufrieden, da das Kunstwerk unter dem Dach geschützt sei. Nebenbei kritisiert sie jedoch, dass heute die öffentliche Hand viel zu wenig heimische junge Künstler fördere bzw. deren Werke erwerbe, so wie es früher selbstverständlich gehandhabt wurde. Davon zeugen etwa über 20 Werke Dangls, die im öffentlichen Raum in der Stadt zu sehen sind.
Die Kammer hatte mögliche Standorte für das Relief geprüft, auch Stadt und BH miteinbezogen, letztlich war jedoch das neue Kammergebäude der richtige Platz, wenn es auch bautechnisch an der Vorderfront nicht machbar war.
Jochen Burger, der Dangl gut kannte, schlägt nun vor, einen Platz oder eine Straße nach Dangl zu benennen und auch einige der vorhandenen Skulpturen zu reinigen oder auch Führungen auf den Spuren des Bildhauers anzubieten.
Dangl war Wotruba-Schüler und erhielt bereits mit 28 Jahren den Staatspreis für Kunst. Er verstarb am 8. 11. 1993.
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