10.03.2016, 09:33 Uhr

Von der Kiefer zum Öl

Aus frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen gewinnt man das Latschenkiefernöl. (Foto: Mack)

Mack: weltälteste Latschenöl-Brennerei der Welt in St. Ulrich

ST. ULRICH (niko). Seit 1856 liefert die hochalpine Latschenkiefer (Bergkiefer) – neben Edeltannen, Arnika und Heublumen – den Hauptwirkstoff für innovative Naturmittel, Fitness- und Schönheitspräparate der Fa. Mack in St. Ulrich. Im Jahr der Firmengründung entdeckte der Reichenhaller Apotheker und Bürgermeister Mathias Mack (1801 - 1882) den Heilwert der Latschenkiefer. Von Bad Reichenhall ausgehend erweiterte Mack sein Unternehmen. Seit 1906 wird auch in St. Ulrich am Pillersee gebrannt. Die heutigen Besitzer des Unternehmens, Macks Enkel Hans Berger und seine Frau Roswitha, führen die Unternehmensphilosophie fort.

In St. Ulrich steht die älteste Latschenöl-Brennerei der Welt; diese ist heute auch ein beliebtes Auflugsziel im Tiroler Unterland. In der Betriebsstätte kann man sich in einem Kurzfilm über die Latschenernte im alpinen Gelände, Rohstoffgewinnung und Herstellung der Spa-Produkte, Kosmetika auf natürlicher Basis und traditioneller Kurmittel informieren und eine Führung durch die Ölbrennerei mitmachen. Im Shop sind natürlich die Latschenölprodukte zu haben.

Die Latschen- bzw. Bergkiefer (im Volksmund auch "Zett'n" genannt) ist eine vielgestaltige Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse und kommt in drei Unterarten vor. Sie wächst vor allem in der subalpinen Krummholzzone in Höhen zwischen 1.000 und 2.700 Metern.

Aus frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen gewinnt man Latschenkiefernöl für kosmetische Produkte. Aus ca. 400 kg gehäckselter Latschenkiefernzweige erhält man nur rund 1 Liter des ätherischen Öls.
In der Brennerei wird das Öl mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Als fertiges Latschenkiefernöl kann es naturrein abgefüllt und zum Verkauf angeboten werden. Es dient zur äußerlichen sowie innerlichen Anwendung bei Katarren der oberen und unteren Atemwege. In medizinischen Bädern wird es zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im nicht-akuten Stadium eingesetzt.
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