23.03.2016, 07:00 Uhr

Sicherheit bei Bahnübergängen wird erhöht

Lambichl Nord soll mit einer Schrankenanlage versehen werden, Lambichl Süd soll aufgrund des Gefahrenpotentials aufgelassen werden. Für den Erhalt und die Modernisierung des Übergangs Sipperstraße wollen die Gemeinden kämpfen (Foto: Foto: ÖBB; Grafik: Mucher)

Gefährlicher Bahnübergang bei Lambichl soll aufgelassen werden. Gemeinden Köttmannsdorf und Maria Rain kämpfen aber für Erhalt von südlicherem Übergang Sipperstraße.

KÖTTMANNSDORF, MARIA RAIN (vp). Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen ist wichtig und darum werden bestehende Kreuzungen auch dahingehend evaluiert. Gar nicht sicher ist der Bahnübergang Lambichl Süd. "Da gibt es jedes Jahr einen Unfall, Gott sei Dank noch nie mit Todesfolge", so Köttmannsdorfs Bgm. Josef Liendl. Es steht im Raum, dass der Bahnübergang aufgelassen wird.

Kein Grund zur Verfügung

Dann hätten die Bewohner von Angersbichl und Untertöllern einen großen Umweg zu fahren, wenn sie nach Klagenfurt wollen. "Deshalb wollten wir den Radweg zwischen den Übergängen Lambichl Nord, die nach aktuellen Vorgaben umgebaut werden soll, und Süd für den allgemeinen Verkehr verbreitern", erklärt Maria Rains Bgm. Franz Ragger. Doch dieses Vorhaben scheiterte bisher, weil ein Grundstückseigentümer nicht bereit ist, dafür notwendigen Grund zur Verfügung zu stellen. Ragger will sich trotzdem weiter für diese Lösung einsetzen.

Sipperstraße erhalten

Es ist ebenfalls möglich, dass der nächste Übergang Richtung Süden - Sipperstraße - aufgelassen wird. Liendl: "Von den vier Übergängen zwischen Göltschacher Landesstraße und Lambichl Nord sind laut Gesetz nur zwei verpflichtend. Wollen wir einen dritten erhalten, müssten wir die Modernisierung selbst zahlen. Da sprechen wir von 300.000 bis 400.000 Euro."
Er und Ragger setzen sich dafür ein, dass der Übergang in der Sipperstraße erhalten bleibt und modernisiert wird. "Da stehen noch Gespräche mit den ÖBB und dem Land an, was eine mögliche Kostenteilung betrifft", so Ragger. Natürlich wäre auch ein neues Verkehrskonzept in Angersbichl die logische Folge.
Liendl: "Auch für uns Köttmannsdorfer ist der Übergang Sipperstraße eine wichtige Anbindung."

Gespräche folgen

Auf die Pläne der ÖBB in diesem Bereich angesprochen, sagt Pressesprecher Christoph Posch zur WOCHE: "Im Zuge der Modernisierung des Bahnhofes Maria Rain werden wir uns auch die Übergänge ansehen. Spruchreif ist noch nichts. Es stehen noch Gespräche an." Es sehe aber so aus, dass ein Übergang aufgelassen und einer technisch gesichert wird. Bis 2023 wird die Eisenbahnstrecke zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf außerdem elektrifiziert.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.