24.08.2016, 09:00 Uhr

Drogendealer werden zu einem Politikum

Wann Untersuchungshaft angeordnet werden kann, ist im Gesetz genau geregelt

Darmann kritisiert Vorgehen bei tatverdächtigen Nigerianern. Justiz klärt den Sachverhalt auf.

KLAGENFURT. Der Fall rund um die nigerianischen Asylwerber, denen von der Polizei nach mehrmonatiger Ermittlungsarbeit der Handel mit Suchtgift nachgewiesen werden konnte, wird von der FP zu einem Politikum gemacht. Landesrat Gernot Darmann kritisiert, dass die Verdächtigen nicht in Untersuchungshaft genommen wurden. "Wenn die Staatsanwaltschaft die verdächtigen Drogendealer, die bei der Festnahme sogar einen Fluchtversuch unternommen hatten – laut Medienberichten – nur auf freiem Fuß angezeigt werden, stellt sich die Frage, wie garantiert werden kann, dass sie keine weiteren kriminellen Handlungen setzen", stellt Darmann klar und sieht darin die Ermittlungsarbeit der Polizei zu wenig gewürdigt.


Ein Verdächtiger in Untersuchungshaft

Die Staatsanwaltschaft kann den Sachverhalt aufklären. Entgegen der Medienberichte befindet sich ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. "Gegen jenen Tatverdächtigen, der auch den Fluchtversuch unternommen hatte, wurden Ermittlungen wegen eines Suchtgiftdeliktes eingeleitet, er wurde in Haft genommen", erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Da das angedrohte Strafmaß keine Untersuchungshaft gerechtfertigt hätte, wurden die restlichen Tatverdächtigen auf freiem Fuß angezeigt.
Den vier Tatverdächtigen wird zur Last gelegt, in den vergangenen Monaten große Mengen Heroin und Kokain an rund dreißig Abnehmer in der Landeshauptstadt verkauft zu haben.
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